Österreich darf sich noch auf einige freundliche Herbststunden freuen, doch pünktlich zu Allerheiligen kündigt sich ein Wetterumschwung an! Während sich am Freitag und Samstag vielerorts zumindest zeitweise die Sonne zeigt, ziehen am Sonntag wieder dichte Wolken auf. Dazu wird es deutlich kühler – in den Bergen fällt Schnee.
Die Meteorologen der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) und von UBIMET rechnen mit einem Höhentief, das sich aus Nordosten nähert und zunehmend unbeständiges Wetter bringt. Besonders in den Nordalpen sinkt die Schneefallgrenze.
Am Donnerstag (29. Oktober) sorgt ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa zunächst für eine Wetterberuhigung. Allerdings profitieren nicht alle Landesteile gleichermaßen davon. Von Vorarlberg bis nach Kärnten setzt sich nach der Auflösung von Nebel und Hochnebel häufig die Sonne durch. Nur im Bodenseeraum können sich die trüben Bedingungen länger halten.
Im Norden und Osten beginnt der Tag dagegen oft grau. Regional fällt zunächst etwas Regen, der bis Mittag weitgehend abklingt. Danach bleibt es zwar überwiegend trocken, die Wolken zeigen sich aber hartnäckig.
Am ehesten gibt es noch im Wald- und Mühlviertel einige Sonnenfenster. Dazu weht im Osten mäßiger bis lebhafter West- bis Nordwestwind. Die Temperaturen erreichen 8 bis 15 Grad.
Der Freitag bringt vielerorts ruhiges Herbstwetter. Allerdings macht sich der zunehmende Hochdruckeinfluss auch durch häufigen Nebel bemerkbar. Abseits der Alpen beginnt der Tag verbreitet mit hochnebelartigen Wolken. Auch in zahlreichen Tälern und Becken ist es anfangs trüb.
Im Westen lösen sich die Nebelfelder am Vormittag häufig auf. Auf den Bergen scheint die Sonne teilweise bereits von Beginn an. Im Osten halten sich die Wolken dagegen gebietsweise bis weit in den Tag hinein. Immerhin bleibt es trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 14 Grad.
Am Samstag zeigt sich der Herbst zunächst noch von seiner freundlichen Seite. Vor allem im westlichen und südlichen Bergland scheint häufig die Sonne. Anders sieht es nördlich der Alpen und in manchen südlichen Becken aus. Hier kann sich zäher Hochnebel halten.
Im Tagesverlauf ziehen von Norden her dichtere Wolken auf. Im Nordosten ist vereinzelt mit Regen zu rechnen. Oberhalb von 1.200 bis 1.400 Metern können bereits erste Schneeflocken fallen.
Der Wind kommt schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen. Mit 6 bis 13 Grad wird es etwas kühler.
Am Sonntag (1. November) folgt dann die eigentliche Wetterwende. Ein Höhentief sorgt für deutlich unbeständigere Verhältnisse. In weiten Teilen Österreichs überwiegen die Wolken, zeitweise fällt Regen. Gleichzeitig strömt kühlere Luft ins Land.
In den Nordalpen sinkt die Schneefallgrenze knapp unter 1.000 Meter. Damit kann es auch in höher gelegenen Tälern und Bergorten winterlich werden. Etwas freundlicher bleibt es zunächst im Westen und Südwesten. Hier startet der Tag oft noch trocken mit sonnigen Auflockerungen. Im östlichen Flachland lässt der Regen gegen Abend voraussichtlich wieder nach.
Auch bei den Temperaturen ist der Wetterumschwung deutlich zu spüren. Zu Allerheiligen steigen die Werte nur noch auf 4 bis 10 Grad. Dazu weht mäßiger Nord- bis Nordostwind, der am Bodensee und am Alpenostrand auch lebhaft auffrischen kann.
Besonders bei längeren Aufenthalten im Freien macht sich die kühlere Luft bemerkbar. Wer am verlängerten Wochenende einen Ausflug in die Berge plant, sollte deshalb mit rasch wechselnden Wetterbedingungen rechnen.
Die gute Nachricht: Ein flächendeckender Wintereinbruch bis in die Niederungen ist laut der aktuellen Prognose nicht in Sicht. Der Schnee bleibt zunächst vor allem ein Thema für höhere Lagen.