Brighton, an der Südküste Englands, ist eine der bekanntesten Party- und Studentenstädte Großbritanniens. Doch was sich dort in der Nacht auf Mittwoch abspielte, lässt allen einen kalten Schauer über den Rücken laufen.
Als die Polizei um 5.45 Uhr wegen einer Person im Meer alarmiert wurde, ahnte noch niemand, dass der Einsatz mit dem schrecklichen Fund von drei Leichen enden würde.
Die Einsatzkräfte bargen die Leichen nahe des Jachthafens am Madeira Drive aus dem Wasser. Laut ersten Ermittlungsergebnissen handelt es sich um drei junge Frauen, die zuvor an einer Studentenparty im Zentrum der Stadt, fast zwei Kilometer entfernt, gefeiert hatten.
Am dortigen Strandabschnitt wurden die Handtaschen und Mäntel der drei Frauen, deren Alter auf 18 bis 25 Jahre geschätzt wird, gefunden. Dennoch konnte ihre Identität zum aktuellen Stand noch nicht eindeutig geklärt werden.
Die jungen Frauen sollen zuvor eine Studentenparty im Strandclub "Quarters" besucht haben. Die Veranstaltung unter dem Namen "CU Next Tuesday" lief laut Berichten bis 4 Uhr früh. Ein Mitarbeiter des Clubs gab an, die Frauen dort am Abend gesehen zu haben.
Einheimische schildern, dass die Strandpromenade in der Nacht besonders voll gewesen sei. Die Frauen sollen zuletzt nahe des bekannten Palace Pier gesehen worden sein, ehe sie offenbar Richtung Jachthafen abtrieben.
Besonders rätselhaft: Ermittler sollen am Strand zurückgelassene Handtaschen und Mäntel entdeckt haben. Das könnte darauf hindeuten, dass die Frauen selbst ins Wasser gegangen waren.
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten laut Augenzeugen starker Wind und hoher Wellengang. Das Meer soll nur rund 12 Grad kalt gewesen sein. Anrainer berichteten zudem von einer starken Strömung entlang der Küste.
Vor dem Fund der Leichen lief ein Großeinsatz. Mehrere Boote der Küstenwache und der RNLI suchten das Meer ab, dazu kreiste ein Hubschrauber über Brighton. Inzwischen stellte die Polizei klar, dass nicht nach weiteren Personen gesucht wird.
"Es war extrem windig, kalt und die Strömung sehr stark", sagte ein Anwohner britischen Medien. "Ich verstehe nicht, warum jemand ins Meer gegangen sein sollte."
Die Polizei spricht bisher von einem "tragischen Vorfall". Hinweise auf Fremdverschulden gibt es derzeit nicht. Ermittler werten aktuell Überwachungsvideos aus Geschäften und Wohnhäusern entlang der Strandpromenade aus.
Wie die drei jungen Frauen nach der Partynacht ins eiskalte Meer gerieten, ist weiterhin völlig unklar.