Die Betrüger schlafen nicht: Immer neue Maschen tauchen auf, um Menschen unter Druck zu setzen und ihnen Geld oder persönliche Daten zu entlocken. Mal kommen sie per SMS, mal über soziale Netzwerke – und immer öfter auch direkt übers Telefon. Jetzt warnt auch die Sparkasse alle Kunden.
Aktuell kursieren wieder Anrufe, bei denen sich Kriminelle als vermeintliche Bankmitarbeiter ausgeben. Besonders perfide: Durch einen technischen Trick "können die Kriminellen dabei auch unsere Festnetznummer vortäuschen", erklärt die Bank.
Am Handy- oder Festnetzdisplay erscheint dann also sogar die echte Telefonnummer der Bank. Möglich wird das unter anderem durch das sogenannte Caller ID-Spoofing. Häufig beginnt alles mit einer Phishing-SMS, etwa im Namen von "FinanzOnline".
Wer darauf reagiert, bekommt kurz darauf den gefälschten Anruf. Am Telefon heißt es dann, jemand hätte sich Zugriff auf das Online-Banking verschafft und "betrügerische Transaktionen" beauftragt. In Wahrheit wollen die Täter aber nur an Login-Daten und Freigaben kommen. Mit diesen Infos loggen sich die Kriminellen bei George ein, bereiten eigene Überweisungen vor und drängen die Opfer zur unüberlegten Freigabe.
Weitere Infos zu dieser Betrugsmasche gibt es auf Watchlist Internet.
Auch die Polizei warnte erst kürzlich vor einer ähnlichen Betrugsmasche: Dabei verschicken Kriminelle gefälschte SMS im Namen bekannter Krypto-Anbieter. Darin ist von angeblichen unrechtmäßigen Anmeldungen die Rede – Ziel ist es aber, an persönliche Daten, Codes oder Push-TANs zu gelangen.
Oft folgen sogar Anrufe, bei denen Opfer überredet werden, ihre Krypto-Bestände auf eine vermeintlich "sichere Wallet" zu übertragen – tatsächlich landen die Coins direkt bei den Betrügern. Laut Polizei gibt es allein in Oberösterreich derzeit täglich Anzeigen.