WKW-Präsident unter Druck

Postenschacher-Vorwürfe – Neue WKO-Chefin prüft Ruck

Hat Wiens Wirtschaftskammer-Präsident Familienmitglieder mit Posten versorgt? Die neue WKO-Präsidentin Schultz lässt die Vorgänge jetzt untersuchen.
Wien Heute
20.01.2026, 13:25
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Nach Berichten über mögliche Postenschieberei in der Wiener Wirtschaftskammer gerät Präsident Walter Ruck weiter unter Druck. Die neue Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz, kündigte an, die Besetzungen prüfen zu lassen.

Ruck soll laut "profil" seinen beiden Söhnen sowie seiner Lebensgefährtin Posten in Sozialversicherungsträgern beschafft haben: Sohn Christoph sitzt im Landesstellenausschuss der AUVA, Sohn Alexander ist Vorsitzender im Landesstellenausschuss der PVA.

WKO-Generalsekretär Jochen Danninger sagte gegenüber der "Presse": "Die Präsidentin lässt die Ernennungs- und Besetzungsabläufe überprüfen."

Wirtschaftskammer verspricht mehr Transparenz

Zudem soll ein Compliance-System aufgebaut werden, um künftig für mehr Transparenz bei Postenvergaben zu sorgen. Schultz habe einen "Reformprozess in Gang gesetzt, in dessen Rahmen bereits die erste Führungsklausur stattgefunden hat", so Danninger.

Walter Ruck selbst schweigt weiterhin zu den Vorwürfen. Am 20. Mai wurde der Bauunternehmer im Wirtschaftsparlament der WK Wien einstimmig als Präsident bestätigt. Seit 2014 steht Ruck an der Spitze der Interessenvertretung für rund 150.000 Betriebe.

Ob sich der Verdacht des Postenschachers erhärtet, wird nun intern geprüft – erste Reformschritte in der WKO laufen bereits.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.01.2026, 18:32, 20.01.2026, 13:25
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