"Offensive gegen Rechts"

Protest gegen Identitäre – OGR ruft zu Demo in Wien auf

Das Bündnis "Offensive gegen Rechts" ruft zum Protest gegen einen geplanten (und untersagten) Demonstrationszug der Identitären in Wien auf.
Newsdesk Heute
24.07.2026, 20:55
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Das antifaschistische Bündnis "Offensive gegen Rechts" (OGR) ruft auch heuer wieder zum Protest gegen den am Samstag geplanten – und bereits von den Behörden untersagten – Aufmarsch der Identitären in Wien auf. Besonders nach den zuletzt viel diskutierten gewalttätigen Übergriffen von mutmaßlichen Identitären-Kadern, etwa in Leoben, sehen die Aktivisten dringenden Handlungsbedarf.

Laut einer Aussendung will man "diesem Mob ein für alle mal Einhalt" gebieten. Bereits in den vergangenen zwei Jahren marschierte eine kleine Gruppe von Identitären, die aus halb Europa nach Wien kam, durch die Stadt. Sie würden dabei offen Massendeportationen fordern, die sie selbst als "Remigration" bezeichnen, kritisiert die OGR. OGR-Sprecherin Käthe Lichtner: "Wir werden ihnen die Straßen unserer Stadt nicht überlassen!"

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Seit 2012 versuche die Identitäre Bewegung, durch Auftritte in den Medien und mit radikalen Parolen als rebellische Jugendbewegung zu erscheinen, heißt es weiter. Damit würden sie die Grenzen des Sagbaren immer weiter nach rechts verschieben und ihre Forderungen seien inzwischen tief in die Politik eingesickert. Die OGR nennt als Beispiele die engen Kontakte zur FPÖ und den Beschluss des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) durch die EU.

"Tiefste Krise seit 1945"

"Rassistische Ideologie entsteht nicht aus dem Nichts, sondern ist eine der Strategien zur Absicherung eines sich in der tiefsten Krise seit 1945 befindlichen gesellschaftlichen Systems, das immer mehr und mehr ökonomische und soziale Ungleichheiten schafft", so doe OGR. Die Regierung in Österreich, so die Kritik der Aktivisten, schaffe durch Sozialabbau – ähnlich wie vor etwa 100 Jahren – den Nährboden für faschistische Strömungen.

Was es laut OGR wirklich brauche, sei eine konsequente antifaschistische Praxis, die sich auch gegen jede Form von sozialem Kahlschlag richte. Käthe Lichtner: "Diesen werden wir so wie seit vielen Jahren auch künftig organisieren bis Ideen und Gruppierungen, die sich an den dunkelsten Kapiteln auch der österreichischen Geschichte bedienen, für immer in den Geschichtsbüchern verschwunden sind."

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