Fall Luigi Mangione

Prozess wegen Mord an US-Versicherungschef verschoben

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Schützen im Fall des getöteten US-Versicherungschefs wird um drei Monate auf September verschoben.
Newsdesk Heute
02.04.2026, 20:00
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Im Fall der tödlichen Schüsse auf einen US-Versicherungschef im Dezember 2024 in Manhattan hat ein Gericht in New York den Prozessstart gegen den mutmaßlichen Schützen um drei Monate verschoben. Das Verfahren auf Bundesstaatsebene gegen den 27-jährigen Luigi Mangione hätte eigentlich am 8. Juni beginnen sollen.

Am Mittwoch (Ortszeit) hat Richter Gregory Carro aber entschieden, dass der Prozess erst am 8. September startet. Die Anwälte von Mangione hatten die Verschiebung beantragt. Sie meinten, der enge Zeitplan lasse keine ordentliche Vorbereitung zu. Schon zuvor am Mittwoch hat ein anderer US-Richter Mangiones Bundesprozess wegen eines ähnlichen Antrags der Verteidigung um einen Monat auf Oktober verschoben.

Es ist möglich, dass das Bundesverfahren noch weiter hinausgeschoben wird, wenn der neue Termin für das Verfahren auf Bundesstaatsebene dazwischenkommt. In den USA kann jemand für dasselbe Verbrechen sowohl auf Bundes- als auch auf Bundesstaatsebene angeklagt werden, auch wenn es dabei meistens um unterschiedliche Anklagepunkte geht.

Versicherungs-Chef auf offener Straße erschossen

Das ist auch bei Mangione so: Auf Bundesstaatsebene ist er wegen Mordes angeklagt. Wird er verurteilt, droht ihm lebenslange Haft ohne Chance auf Bewährung. Vor einem Bundesgericht ist er wegen zweifacher zwischenstaatlicher Nachstellung angeklagt. Auch hier könnte er die gleiche Strafe bekommen wie beim Mordprozess.

Mangione soll am 4. Dezember 2024 in Manhattan den Chef des Krankenversicherungskonzerns UnitedHealthcare, Brian Thompson, auf offener Straße erschossen haben. Er soll auf den 50-Jährigen mehrere Schüsse mit einer Pistole samt Schalldämpfer abgegeben und danach mit dem Fahrrad geflüchtet sein.

Manche haben Mangione sogar als Helden gefeiert

Die Tat hat nicht nur Entsetzen ausgelöst, sondern auch eine Welle an hasserfüllten Kommentaren in Online-Netzwerken gegen US-Krankenversicherer. Den Konzernen wurde vorgeworfen, sich auf Kosten der Patienten zu bereichern.

Wegen der Gewalttat haben manche Mangione sogar als Helden gefeiert. Die Ermittler sagen, sie hätten Hinweise gefunden, dass der IT-Techniker aus Hass auf das US-Gesundheitssystem gehandelt haben könnte.

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