Seit 2017 gilt in Deutschland das Prostituiertenschutzgesetz. Laut diesem müssen sich die Damen der Nacht anmelden und Bordellbetreiber eine Erlaubnis beantragen. Dies geht Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nicht weit genug, berichtet die "Bild".
Auf der Verleihungsfeier des Heldinnen-Awards in Berlin ließ die 52-Jährige mit einer knallharten Forderung aufhorchen. Sie sei der festen Überzeugung, dass "Prostitution" und "der Sexkauf" in Deutschland "endlich" verboten gehöre.
Geht es nach der CDU-Politikerin, sollen Freier bestraft und Bordelle geschlossen werden. Prostituierte sollen Hilfe beim Ausstieg aus der Szene erhalten. Für sie soll der Verkauf von Sex jedoch straffrei bleiben.
Als einen echten Beruf sehe Klöckner Prostitution nicht an. "Wenn wir sonst über Frauenrechte sprechen, aber sagen, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere sei, dann ist das nicht nur lächerlich, sondern Verächtlichmachen von Frauen. Es gibt auch keine Schülerpraktika in diesem Beruf."
Besonders kritisiert die 52-Jährige, dass Gewalt, Zwang und die Übermacht von Männern im Gewerbe an der Tagesordnung stehen würden. Oft würden Frauen auf zur Sexarbeit gezwungen werden. Klöckner bezeichnete Deutschland daher als "Puff Europas".