Laut eigenen Angaben hätten russische Soldaten die ukrainischen Truppen in Pokrowsk und Kupjansk eingekreist. Die Soldaten seien von den Nachschublinien abgeschnitten, Versuche auszubrechen seien gescheitert. Auch nach Norden würde Putins Armee weiter vordringen. Als Reaktion verlange man nun die Kapitulation des Feindes in den betroffenen Gebieten.
Seitens der Ukraine wurden diese Darstellungen zurückgewiesen. Demnach seien Einheiten des Geheimdienstes HUR erfolgreich vorgedrungen und würden Angriffe auf russische Soldaten in Pokrowsk durchführen. Die Meldungen lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Laut russischen Militärbloggern setze Putins Armee auf Zangenbewegungen, um die ukrainischen Streitkräfte einzukesseln. Hinter den ukrainischen Linien würden zugleich hochmobile Einheiten und Drohnen die Logistik stören und für Verunsicherung sorgen.
Durch diese Taktik würde eine Lage entstehen, die als "Grauzone" bezeichnet wird. In dieser würde keine der beiden Seiten die volle Kontrolle haben. Trotzdem habe die Ukraine Schwierigkeiten damit, sich zu verteidigen.
Pokrowsk gilt als das "Tor zur Region Donezk". Bereits seit 2024 versuchen Putins Kräfte die Region einzunehmen, da man am Ende die Kontrolle über den ganzen Donbass haben möchte. Derzeit halten die Ukrainer noch etwa zehn Prozent des Gebiets.
Laut Karten vom Schlachtfeld fehlen den Russen nur mehr wenige Kilometer, um Pokrowsk vollständig zu umzingeln. Des Weiteren kontrollieren sie einen erheblichen Teil von Kupjansk. Über die Hauptstraße rücken sie zur Stadt vor.
Auch in den Regionen Charkiw und Dnipropetrowsks befindet sich Putins Armee auf dem Vormarsch. Eigenen Angaben zufolge kontrolliert Russland mittlerweile über 19 Prozent der Ukraine.