Seine Raffinerien brennen

"Putin hat einen fatalen strategischen Fehler begangen"

Wladimir Putin hat mit seinem Krieg auch Russland ins Chaos gestürzt. Die Ukraine weitet ihre Luftkampagne gegen seine Öl-Infrastruktur massiv aus.
Newsdesk Heute
06.07.2026, 18:14
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Wladimir Putin hat mit seinem Krieg auch Russland selbst ins Chaos gestürzt. Die Ukraine hat ihre Luftangriffe gegen die russische Öl-Infrastruktur massiv ausgeweitet. Selenskyjs "Langstrecken-Sanktionen" zeigen Erfolg: die Russische Föderation erlebt gerade die schlimmste Treibstoffkrise seit vielen Jahrzehnten.

So wurde im Juni mehrmals eine Raffinerie vor den Toren Moskaus getroffen. Zuletzt haben ukrainische Drohnen offenbar auch die riesige Raffinerie in Omsk getroffen – mehr als 2.000 Kilometer von der Front entfernt! Videoaufnahmen zeigen Flammen und aufsteigende Rauchsäulen auf dem Gelände, das bislang vom Krieg verschont geblieben war.

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Vor den wenigen Tankstellen, die noch Sprit haben, bilden sich sogar in Moskau lange Schlangen. Im halben Land sind weitreichende Vergabe-Limits in Kraft. Besonders bitter: die Öl-Export-Nation Russland muss nun sogar teuer Treibstoff aus Indien (zurück)kaufen.

Seit Jahresbeginn wurden russische Raffinerien mindestens 194 Mal erfolgreich getroffen – elf Mal so oft wie noch im ganzen Jahr zuvor. Dazu zeigt eine Auswertung der polnischen Kriegsbeobachter von Rochan Consulting und der "Financial Times".

Offiziellen Angaben aus Russland zufolge wurden im ersten Halbjahr mindestens 63.933 Drohnen aus der Ukraine abgefangen. Die Hälfte der gemeldeten Abschüsse alleine in den letzten zwei Monaten.

Das deutet laut FT darauf hin, dass die Intensivierung der Luftangriffe Kyjiws die russische Luftabwehr "unter beispiellosen Druck setzt" und es Moskau schwer fällt, seine kritischen Energie- und Militäranlagen im Hinterland zu verteidigen.

"Die ukrainischen Angriffe haben zudem die vom Kreml sorgfältig aufrechterhaltene Illusion zerstört, dass das normale Leben in Russland während des Krieges weitergegangen sei", wird Ruslan Pukhov, Direktor des Moskauer Zentrums für Analyse von Strategien und Technologien (CAST) zitiert.

"Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Putin in diesem Krieg einen weiteren fatalen strategischen Fehler begangen hat, indem er aus irgendeinem Grund glaubte, die Zeit sei allein auf seiner Seite. Er konnte die Ukraine nicht zur Kapitulation zwingen, gab ihr aber genügend Zeit, die Massenproduktion von 'Tiefenschlägern' aufzubauen", urteilt Pukhov.

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