Er wirft ihm Lüge vor

Kämpfe um Kostjantyniwka – Selenskyj stellt Putin bloß

Die Gefechte um Kostjantyniwka im Osten der Ukraine dauern an. Kiew dementiert russische Berichte über eine Einnahme der Stadt.
Newsdesk Heute
05.07.2026, 20:55
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Die ukrainische Armee hält laut Angaben aus Kiew weiter in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten des Landes gegen russische Truppen die Stellung. "Die Kämpfe um Kostjantyniwka, das (Kreml-Chef Wladimir) Putin bereits für sich beansprucht hat, dauern an", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in einer Videoansprache.

„Wenn Kostjantyniwka unter russischer Kontrolle wäre, dann hätte Putin vielleicht kein Problem damit, mich dort zu treffen“
Wolodymyr Selenskyjan Wladimir Putin

Er betonte, dass es offensichtlich sei, dass Putin sich nie trauen würde, selbst dorthin zu gehen. Am Samstag hatte die Ukraine Berichte aus Russland zurückgewiesen, wonach russische Truppen die Ortschaft im Donbass bereits eingenommen hätten. Selenskyj sprach von einer "weiteren russischen Lüge". Außerdem schlug er Putin ein Treffen in der Stadt vor.

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"Wenn Kostjantyniwka unter russischer Kontrolle wäre, dann hätte Putin vielleicht kein Problem damit, mich dort zu treffen, um einen diplomatischen Weg zu finden, diesen Krieg endlich zu beenden", erklärte er am Samstag.

Donald Trump will Wolodymyr Selenskyj treffen

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte bereits am Freitag behauptet, Kostjantyniwka stehe vollständig unter russischer Kontrolle. Die Ortschaft ist eine der letzten ukrainischen Bastionen auf dem Weg zu den Städten Kramatorsk und Slowjansk, die weiterhin von Kiew gehalten werden.

Selenskyj warnte davor, dass Russland vor dem Nato-Gipfel in der nächsten Woche in der Türkei neue massive Angriffe auf die Ukraine plane. Bei dem Treffen in Ankara will der ukrainische Präsident mit US-Präsident Donald Trump über den Ukraine-Krieg beraten.

Russland greift die Ukraine seit fast viereinhalb Jahren praktisch jede Nacht mit Raketen und Drohnen an. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Gegenoffensive verstärkt und dabei gezielt Raffinerien und Öllager in Russland attackiert. Das hat im Land zu Engpässen beim Treibstoff geführt.

Um den Krieg zu beenden, müsse der Druck auf Russland erhöht werden, betonte Selenskyj am Sonntag. Er hoffe, dass "in den kommenden Monaten die Voraussetzungen für einen würdigen Frieden näher rücken, sei es durch Gewalt oder durch Diplomatie".

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