Neue Hoffnung auf ein Ende des Ukraine-Krieges: Russlands Präsident Wladimir Putin (74) zeigt sich offenbar offen für weitere Verhandlungen mit Washington und Kiew. Laut seinem außenpolitischen Berater Juri Uschakow (79) hat der Kremlchef einer Fortsetzung der Dreiergespräche "prinzipiell" zugestimmt. Die Ankündigung folgte auf ein Treffen mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff (69) in St. Petersburg.
Frühestens nach dem 10. November könnten die Verhandlungen weitergehen. Dabei soll es vor allem um den "Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine nach dem Ende des Konflikts" gehen, erklärte Uschakow.
Witkoff sprach in Russland rund drei Stunden mit Putin über den Krieg. Der Kremlchef würdigte dabei die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump (80). Dieser drängt die Ukraine weiterhin zu einer Vereinbarung, um die Kämpfe zu beenden.
Parallel arbeitet Moskau an einem möglichen Gipfeltreffen mit Trump und Chinas Präsident Xi Jinping (73). Dieses könnte am 18. oder 19. November beim Apec-Gipfel im chinesischen Shenzhen stattfinden.
Bereits am Dienstag hatte Witkoff in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) und europäischen Spitzenpolitikern beraten. Finnlands Präsident Alexander Stubb (58) sprach danach von "echten Fortschritten".
Ein Durchbruch bleibt dennoch aus. Russland und die Ukraine liegen mit ihren Forderungen weiterhin weit auseinander, die gegenseitigen Angriffe dauern an. Auch die bisherigen Vermittlungsversuche der USA brachten kaum Ergebnisse.
Selenskyj fordert deshalb zunächst einen Stopp der russischen Kampfhandlungen. Gegenüber Fox News erklärte er: "Wir müssen jetzt erst einmal innehalten, und ich denke, das ist der einzig richtige Weg, diesen Krieg zu beenden".