Nach 33 Dienstjahren

Rad-Betrug um 130 Euro kostet einem Mann den Job

Ein belgischer Bahnmitarbeiter kassierte jahrelang Fahrradgeld, fuhr aber mit dem Auto. Das flog auf – und hatte dramatische Folgen.
Digital  Heute
18.05.2026, 20:32
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Bei der belgischen Staatsbahn SNCB ist ein langjähriger Mitarbeiter fristlos entlassen worden. Der Grund: Er hatte die Fahrradpauschale kassiert, obwohl er in Wirklichkeit mit dem Auto zur Arbeit fuhr.

Der Schwindel flog auf, als Kollegen Unstimmigkeiten meldeten. Eine Auswertung seines Dienstparkausweises brachte Klarheit: Innerhalb von nur 75 Tagen hatte der Mann 69 Mal mit dem Auto geparkt – an Tagen, an denen er angeblich mit dem Rad unterwegs war.

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Wie "Chip" unter Berufung auf BruxellesToday berichtet, sprach die SNCB von einem "definitiv und unwiderruflich zerstörten" Vertrauen. Der Vorfall sei eine "Berufspflichtverletzung".

Gericht wies Klage ab

Der Entlassene wollte das nicht hinnehmen und zog vor den belgischen Staatsrat. Er argumentierte, der zu Unrecht erhaltene Betrag liege bei nur rund 130 Euro. Doch das half ihm nichts.

Die Richter wiesen seine Klage ab und bestätigten die Entscheidung der Bahn. Der Vertrauensbruch sei schwer genug für eine fristlose Kündigung – unabhängig von der Höhe des Betrags. Nach 33 Jahren im Dienst steht der Mann nun ohne Job da.

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