Seit knapp drei Wochen fehlt von einem 43-jährigen Bauern in Südtirol jede Spur. Nach einem verheerenden Feuer auf seinem Hof am Ritten galt zunächst die Sorge, dass der Mann bei dem Brand ums Leben gekommen sein könnte. Doch diese Befürchtung haben die Ermittler inzwischen ausgeschlossen. Wo sich der Landwirt aufhält, bleibt weiterhin ein Rätsel.
Die Brandexperten untersuchten die Überreste des völlig zerstörten Stadels bis ins kleinste Detail. Dabei fanden sie keinerlei menschliche Überreste. Zudem seien die Flammen nicht heiß genug gewesen, um einen Körper vollständig zu vernichten. Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass sich der Vermisste während des Feuers nicht in dem Gebäude befand.
Auch außerhalb des Bauernhofs fehlt bislang jede Spur des 43-Jährigen. Einsatzkräfte durchkämmten bereits die Umgebung und setzten dabei auch Suchhunde und Drohnen ein. Gefunden wurde der Mann allerdings nicht.
Seine Familie gibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf. Die Angehörigen vermuten laut der Nachrichtenagentur Ansa, dass der Bauer in der Brandnacht möglicherweise versucht hatte, seine Tiere in Sicherheit zu bringen. "Sie hoffen, dass er sich vom Hof entfernt hat und lebend gefunden wird", erklärte ein Anwalt.
Das Feuer war am 23. September auf dem Hof im Ortsteil Lengstein ausgebrochen und hatte den Stadel vollständig zerstört. Etwa 3.000 Hühner kamen dabei ums Leben, sieben Rinder konnten gerettet werden. Warum der Brand ausbrach, ist weiterhin unklar.