"Es wurden gerade wieder Raketen in der Nähe gesichtet", berichtet Felice (auch Feli genannt) am Mittwoch. Die "GNTM 2024"-Kandidatin befindet sich auf der Mein Schiff 4 von Tui Cruises, die aufgrund des Nahostkonflikts im Hafen von Abu Dhabi festsitzt.
Das zeige, dass sich die Lage hier jederzeit ändern könne, so die 22-Jährige. "Alle mussten sich wieder ins Schiffsinnere begeben, aber die Raketen wurden zum Glück alle abgewehrt." Die Berlinerin hat die Kreuzfahrt mit ihrer Mutter und einer Freundin am 23. Februar angetreten. Doch "in einem Land zu stecken, das bombardiert wird, angegriffen wird und so gesehen auch Teil eines Krieges ist, stand nicht auf meiner Bucket List für 2026", so die junge Frau.
Samstagmorgen (28. Februar) hatten einige Reisende bereits Ausflüge an Land begonnen, als die erste Warnung ertönte, erzählt die 22-Jährige. Sofort holte man die Reisebusse zurück – ab da waren die Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff für etwa 54 Stunden quasi gefangen. Die oberen Decks blieben geschlossen, die Passagiere sollten sich von den Fenstern fern und die Vorhänge geschlossen halten.
„In einem Land zu stecken, das bombardiert wird, angegriffen wird und so gesehen auch Teil eines Krieges ist, stand nicht auf meiner Bucket List.“
"Es ist schon eine andere Nummer live mitzubekommen, wie die ganze Zeit Drohnen abgeschossen werden oder nicht einmal einen Kilometer von uns ist eine eingeschlagen." Sie sei zu dem Zeitpunkt gerade vor dem Fenster gesessen. "Ich habe zuerst etwas gehört und habe dann vom Fenster aus den Einschlag gesehen. Kurze Zeit später sollten wir alles ins Schiffsinnere." Erst am Dienstag war die Lage sicher genug, dass die Passagiere auch an Land durften, im Notfall jedoch so schnell wie möglich wieder zurück aufs Schiff mussten.
Trotz der angespannten Lage legt sie im "Heute"-Gespräch Wert darauf zu unterstreichen: "Die Crew auf dem Schiff gibt wirklich ihr Bestes, um alle zu unterhalten und dass sich jeder sicher und wohlfühlt. Das Programm wurde angepasst, sodass man Gesellschaftsspiele mit anderen spielen kann, aber auch ein Sportprogramm gibt es." Die Bars und der Indoorpool seien ebenfalls geöffnet und an Lebensmittel würde es bei weitem nicht mangeln. Zudem werde eine Seelsorge angeboten.
Und auch für den verlängerten Aufenthalt würden die Passagiere nicht aufkommen müssen und von Tui Cruises komplett übernommen werden. Dennoch hofft das Model, bald nach Hause fliegen zu dürfen.