Die Heimreise endete für zahlreiche Urlauber auf den Kanarischen Inseln mit einem unerwarteten Zwischenstopp – und zwar am Flughafen selbst. Am 25. Februar startete ein Ryanair-Flug nach Bristol (Großbritannien) pünktlich um 15:15 Uhr, ließ jedoch 89 Passagiere am Gate zurück.
Die Betroffenen standen zu diesem Zeitpunkt noch in der langen Schlange der Passkontrolle für Nicht-Schengen-Reisende. Besonders absurd: Die Koffer der betroffenen Fluggäste waren bereits im Frachtraum verstaut. Doch statt zu warten, wurden diese einfach wieder ausgeladen, berichtet "DailyMail UK".
In einer Stellungnahme wies Ryanair jegliche Verantwortung zurück und verwies darauf, dass Verzögerungen bei der Passkontrolle außerhalb ihres Einflussbereichs liegen würden. "Aufgrund von Verzögerungen bei der Passkontrolle am Flughafen Lanzarote haben einige Passagiere diesen Flug von Lanzarote nach Bristol verpasst", so das Statement. Eine Entschuldigung oder konkrete Kompensation für die gestrandeten Passagiere gab es bislang nicht.
Der Vorfall wirft Fragen über die Infrastruktur an spanischen Flughäfen auf. Insbesondere nachdem Bürger aus dem Vereinigten Königreich seit dem Brexit nun manuelle Passkontrollen durchlaufen müssen, kommt es an Flughäfen wie Lanzarote, Teneriffa und Palma immer wieder zu langen Wartezeiten und Staus.
Lokalpolitiker hatten bereits angekündigt, dass die Einführung des neuen europäischen Ein-/Ausreisesystems (EES) zusätzliche Belastungen für das bestehende Grenzpersonal bringen könnte, was sich in solchen Situationen weiter zuspitzen dürfte.