Am Flughafen Klagenfurt wird das Streckennetz erneut ausgedünnt: Die Verbindung ins spanische Alicante fällt weg – obwohl die Route gut gebucht war. Für Ryanair ist das kein Zufall, sondern Teil einer klaren Strategie.
Die irische Billigfluglinie zieht Flugzeuge aus Österreich ab und stellt damit auch die Spanien-Verbindung von Kärnten ein. Hintergrund ist die heimische Ticketsteuer. Mit dem Schritt will Ryanair den Druck auf die Politik erhöhen, die Abgabe abzuschaffen.
Ein milliardenschweres Investitionsprogramm für Österreich stellt der Konzern dennoch in Aussicht – allerdings nur unter einer Bedingung. Die derzeitige Ticketsteuer von zwölf Euro pro Flug müsse gestrichen werden.
"Die zwölf Euro sind 25 Prozent unseres durchschnittlichen Ticketpreises. Wir haben der Regierung einen Wachstumsplan in der Höhe von einer Milliarde US-Dollar präsentiert, der vorsehen würde, dass wir zehn zusätzliche Flugzeuge in Österreich stationieren, würden 40 neue Routen aufnehmen, wir würden unser Passagiervolumen um 70 Prozent auf zwölf Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen und ganz besonders in Klagenfurt würden wir unser Passagiervolumen mindestens verdoppeln", so Andreas Gruber von Ryanair.
Neben der Ticketsteuer verweist Ryanair auch auf gestiegene Nebenkosten. Die Flugsicherungskosten seien in Österreich in den vergangenen Jahren um 60 Prozent gestiegen, berichtet "ORF". Auch hier brauche es eine deutliche Kostenreduktion. Andernfalls werde Österreich im internationalen Vergleich weiter zurückfallen.
Ganz ohne Ausbau bleibt Klagenfurt allerdings nicht: Die Ryanair-Flüge nach London werden von zwei auf drei wöchentliche Verbindungen erhöht. Ab Ende März steht zudem Palma de Mallorca wieder fünf Mal pro Woche im Programm.