ÖFB-Team dreht auf

Rangnick-Ansage nach 3:1: "Dann macht es keinen Spaß"

Österreich schlägt den Kosovo mit 3:1. Teamchef Ralf Rangnick jubelt über Intensität, Pressing und einen Matchplan, der voll aufgegangen ist.
Sport Heute
28.09.2026, 07:55
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Österreich steigerte sich in der Nations League und legte mit vielen Neuen einen gelungenen Start hin.

Nach dem 3:1 gegen Israel in Linz setzte sich das ÖFB-Team am Sonntag im Wiener Happel-Stadion verdient mit 3:1 gegen den Kosovo durch.

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Teamchef Ralf Rangnick zeigte sich danach vor allem mit der Intensität seiner Mannschaft zufrieden. Für den 68-Jährigen bestätigte sich dabei eine Erkenntnis, die er aus der WM 2026 mitgenommen hatte: Nur komplett fitte Spieler sollen künftig zum Einsatz kommen.

"Wir werden zukünftig nur mehr Spieler einladen und erst recht einsetzen, die 100-prozentig fit sind, weil das die Voraussetzung für unsere Spielweise ist", stellte Rangnick klar.

Ein bisschen Pressing oder Umschalten reiche für seinen Fußball nicht. "Wenn es so aussieht wie heute, ist es was völlig anderes. Dann macht es keinen Spaß, gegen uns zu spielen."

Rangnick rotiert

Gegen die Mannschaft von Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda nahm Rangnick im Vergleich zum 3:1 gegen Israel gleich sechs Veränderungen in der Startelf vor. Entscheidend war für ihn, nur Spieler aufs Feld zu schicken, die körperlich voll auf der Höhe waren.

"Im Rückblick hat sich bestätigt, dass wir nicht so ganz falsch gelegen sind", sagte Rangnick. Seine Mannschaft habe das Spiel über weite Strecken dominiert und kontrolliert. "Genau so haben wir uns das vorgestellt."

Die große Rotation hatte auch mit Erfahrungen aus der Vergangenheit zu tun. Bei seinem ersten ÖFB-Lehrgang vor vier Jahren standen ebenfalls vier Nations-League-Partien innerhalb von zehn Tagen auf dem Programm. Im letzten Match gegen Dänemark sei damals "gar keine Power mehr, gar kein Sprit mehr im Tank" gewesen.

"Fast 90 Minuten gescheppert"

Besonders zufrieden war Rangnick mit der Aggressivität seiner Mannschaft. Zuletzt hatte der Deutsche immer wieder gefordert, dass es bei Österreich wieder "scheppern" müsse.

Gegen den Kosovo bekam er genau das zu sehen.

"Heute hat es fast 90 Minuten gescheppert. Es gilt, auf diesem Energielevel weiterzutrainieren. Dann ist es nicht angenehm, gegen uns zu spielen", erklärte der Teamchef.

"Wer gut kontert, gewinnt"

Auch nach Ballgewinnen zeigte sich Österreich deutlich gefährlicher als noch gegen Israel. "Was heute viel besser war als am Donnerstag, waren die Umschaltsituationen", analysierte Rangnick.

Sein Erfolgsrezept ist dabei alles andere als neu: "Ich habe schon vor 35, 40 Jahren zu meinen Mannschaften gesagt: 'Wer gut kontert, gewinnt.'"

Nächster Halt Irland

Mit zwei Siegen geht Österreich als Tabellenführer der Gruppe 3 in Liga B nun ins Auswärtsdoppel gegen Irland und den Kosovo. Bereits am Donnerstag wartet in Dublin die nächste Aufgabe.

"Dort wird sicher eine heiße Atmosphäre herrschen", stellt Rangnick klar

Personell gibt es noch einige Fragezeichen. Michael Gregoritsch war gegen den Kosovo noch nicht fit genug für den Kader. Philipp Mwene hatte muskuläre Probleme, Paul Wanner verspürte einen Stich im Fußgewölbe.

Philipp Lienhart wurde hingegen geschont und könnte in Dublin in die Startelf zurückkehren. Auch Sasa Kalajdzic ist eine Option von Beginn an.

red,28.09.2026, 07:55