"Eine Katastrophe"

Rangnick mit Seitenhieb: "Ich muss es so brutal sagen"

Nach dem 1:1 im Kosovo legt Ralf Rangnick nach. Der ÖFB-Teamchef findet nach dem Nations-League-Duell deutliche Worte.
Sport Heute
05.10.2026, 07:22
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Österreichs Nationalteam holte am Sonntag im Kosovo durch das "LASK-Minute-Tor" von Christoph Lang nach Vorlage von Klubkollege Sasa Kalajdzic ein wichtiges 1:1 im Kosovo. Weil sich Israel und Irland anschließend 1:1 trennten, geht Österreich mit drei Punkten Vorsprung in die ausstehenden zwei Nations-League-Partien Mitte November.

Nach dem Schlusspfiff in Pristina beschäftigte die ÖFB-Stars vor allem ein Thema: der katastrophale Zustand des Rasens im Fadil-Vokrri-Stadion in Pristina.

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"Keine Ahnung vom Fußball"

Teamchef Ralf Rangnick nahm sich bei der Pressekonferenz kein Blatt vor den Mund. "Jeder, der sagt, der Platz war nicht so schlecht, hat keine Ahnung von Fußball", stellte der Deutsche klar. Dann legte er nach: "Ich muss es so brutal sagen, der Platz war eine einzige Katastrophe."

Auch Kosovos Kapitän Vedat Muriqi und Teamchef Franco Foda würden die Einschätzung teilen, erklärte Rangnick. Für ihn steht fest: "Dieser Platz ist eines Nations-League-Turniers nicht würdig, vor allem zu dieser Jahreszeit."

"Furchtbar freundliche Menschen"

Dabei konnte sich Rangnick einen Seitenhieb nicht verkneifen. Er wisse nicht, ob es im Stadion Greenkeeper gebe. "Wenn es die gibt, dann sorgen sie nicht dafür, dass der Platz 'green' ist, und 'keepen' tun sie ihn auch nicht."

Schon beim Abschlusstraining am Samstag hatte der Zustand des Rasens für Entsetzen gesorgt. Rangnick sei beim ersten Kontakt mit dem Geläuf "wirklich geschockt" gewesen. Franco Foda verwies auf die starke Belastung des Stadions im Sommer. Weil andere Arenen nicht zugelassen waren, mussten dort zahlreiche kosovarische Teams ihre Europacup-Partien austragen.

Trotz seiner scharfen Kritik betonte Rangnick, dass diese nicht gegen den Kosovo oder die Menschen im Land gerichtet sei. Das Land habe einen besseren Platz verdient. Das ÖFB-Team habe sich wohlgefühlt und viele "furchtbar freundliche Menschen" getroffen.

"Mit Fußball wenig am Hut"

Noch deutlicher wurde Xaver Schlager. Für den Mittelfeldspieler war die Partie "schwerst am Limit". Direktspiel sei praktisch unmöglich gewesen, weil die Bälle ständig versprungen seien. "Mit Fußball hatte das wenig am Hut."

Auch der ohnehin dichte Spielplan sorgte beim Nottingham-Profi für Ärger. Österreich absolvierte vier Partien binnen elf Tagen. Eigentlich hätte das Team durch längere Ballbesitzphasen Kräfte sparen wollen - auf diesem Untergrund war das nicht möglich. "Da kann ich gleich daheimbleiben."

red,05.10.2026, 07:22
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