Zwei Siege, zwei Unentschieden. Österreich beendete den Nations-League-Lehrgang ungeschlagen. Aber: Die vier Partien in zehn Tagen hinterließen Spuren, kosteten Kraft.
Beim 1:1 in Prishtina gegen den Kosovo kamen zu den körperlichen Strapazen auch noch schlechte Rasenbedingungen hinzu. Xaver Schlager, der in allen Partien durchspielte, holte daher nach dem Schlusspfiff zum Rundumschlag aus.
"Die Partie war schwerst am Limit. Direkt zu spielen ist gar nicht gegangen, jeder Ball, den du angenommen hast, ist versprungen. Mit Fußball hatte das wenig am Hut", polterte der Leipzig-Legionär. "Das war eigentlich nur Ball vorschießen, kämpfen und hoffen, dass der Schiri irgendwas pfeift."
Schlager weiter: "Jeder, der sich das heute anschauen musste, tut mir leid. Das war echt nix. Es ist das vierte Spiel in zwei Wochen, das ist schon ein Wahnsinn. Dann sagt man, man soll kraftsparend spielen, viel den Ball laufen lassen – und dann hat man einen Platz, auf dem man nicht spielen kann. Was soll ich da sagen?"
Die Wutrede ging weiter. "Dann brauch ich nicht Fußballspielen, wenn ich ein Fenster mit zwei Wochen mache und dann so einen Platz habe. Tut mir leid, aber dann kann ich auch daheimbleiben und etwas Gescheiteres machen."
Auch mit dem Schiedsrichter rechnete Schlager an. "Den VAR gibt es anscheinend auch nicht. Einer schlägt mich, auch wenn es nicht absichtlich ist. Aber dafür hat man den VAR. Keiner traut sich, was weiß ich, Hauptsache wir haben Spiele, Spiele, Spiele. Aber wie es uns dabei geht, ist im Endeffekt scheißegal."
Ein ORF-Interview mit Kult-Potenzial.