Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup hat in Österreich zwei Angstgegner: die Austria und Hartberg. Nur gegen dieses Liga-Duo ist der Däne noch sieglos.
Am Freitag (19.30 Uhr) kommen die Steirer ins Allianz Stadion. 18.500 Tickets sind weg. "Seit dem letzten Duell hat sich viel verändert", lässt Hoff Thorup die negative Statistik kalt. Bereits seine Vorgänger hatten mit dem einstigen Underdog Probleme – von zwölf Meisterschafts-Heimmatches gegen Hartberg hat Grün-Weiß nur drei (!) gewonnen, gleich sechs verloren. "Wir werden sehr gut vorbereitet sein."
Die Hütteldorfer sind Tabellenführer, strotzen nach acht Runden vor Selbstvertrauen. "Wir wollen den Flow mitnehmen, auf der Welle reiten", sagt Verteidiger Jannes Horn, der einen Vergleich zum Vorjahr zieht. "Da hatten wir auch einen guten Start, aber heuer haben wir eine klare Idee, treten geschlossen auf, haben Spaß. Wir merken, dass es fruchtet."
Wichtiger Nachsatz: "Wir geben uns nicht zufrieden, bleiben hungrig, trainieren weiter hart – sonst wird es schnell gefährlich." Hoff Thorup: "Was die Einstellung der Jungs betrifft, mache ich mir bei uns keine Sorgen."
Einen Boost verlieh auch der 2:0-Auswärtserfolg über Double-Gewinner LASK – es war der erste im neuen Stadion der Linzer. "Manchmal musst du dir einfach selbst beweisen, dass du es kannst."
Mit Hartberg wartet eine härtere Nuss, als vielen bewusst ist. Der Tabellen-Fünfte hat seit August nicht verloren. "Sie versuchen, im Vergleich zur letzten Saison etwas risikofreudiger zu spielen, vor allem im Aufbauspiel. Wir wollen das zu unserem Vorteil nutzen. Aber natürlich müssen wir uns auch bewusst sein: Wenn wir Räume zulassen, dann sind sie gut genug, um daraus Chancen zu kreieren", sagt Hoff Thorup.