Österreich ist mit zwei Siegen erfolgreich in die neue Nations-League-Saison gestartet. Einer der auffälligsten Neulinge im ÖFB-Team ist Vasilje Markovic, der unter Ralf Rangnick einen Altersrekord aufstellte.
Mit 18 Jahren, vier Monaten und 15 Tagen feierte Markovic sein Debüt für Österreich und ist damit der jüngste Spieler, der unter Rangnick erstmals für das A-Team zum Einsatz kam. Nach seiner Premiere bekannte sich der Youngster klar zum ÖFB. Auch mit Serbien, für das er ebenfalls spielberechtigt wäre, sei "alles abgeklärt".
Nach den FIFA-Regularien kann ein Wechsel des Nationalverbands unter bestimmten Voraussetzungen dennoch möglich sein. Für bestimmte Wechsel-Szenarien spielen unter anderem das Alter beim letzten Einsatz, die Anzahl der A-Länderspiele sowie eine mehrjährige Wartefrist eine Rolle. Die FIFA hat ihre Erläuterungen zu diesen Regeln erst im September aktualisiert.
Genau diese Möglichkeit sorgt bei Ex-ÖFB-Stürmer Marc Janko für Kritik. "Auch das könnte man mal hinterfragen, warum man vier Spiele braucht. Das haben wieder irgendwelche Leute entschieden, die selber nie gespielt haben", sagte der frühere Teamkapitän im Podcast "HERZERL mit JANKO".
Auch Andreas Herzog kann mit den Regeln wenig anfangen. "Für mich ist das eine Regel, die nicht geht. Wenn ich in der U16 oder U18 oder im A-Team einmal für ein Land spiele, dann kann ich nicht mehr hin- und herhüpfen, weil das ungerecht den Menschen gegenüber ist, die nicht die Möglichkeit haben, für eine zweite Nation zu spielen."
Für Herzog sollte die Entscheidung für eine Nation damit bereits nach dem ersten Einsatz endgültig sein. "Dabei bleib ich und das würde das Ganze einfacher machen", erklärte der ehemalige ÖFB-Teamspieler.