Krankl ist sich sicher:

"Warum soll Österreich keinen Yamal herausbringen?"

Fußball-Legende Hans Krankl spricht über das ÖFB-Team und die seiner Meinung nach falsche Ausbildung in Österreich.
Sport Heute
29.09.2026, 09:16
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Der Umbruch im ÖFB-Team ist nach der Fußball-WM im Sommer eingetreten. Mit Marcel Sabitzer, David Alaba und Marko Arnautovic fehlen drei Stützen, die das Team über Jahre hinweg getragen und geprägt haben. Dass man mit zwei Siegen aus zwei Spielen gut in die Nations League gestartet ist, sagt laut Hans Krankl noch nicht besonders viel aus.

Der "Goleador" war zu Gast bei "Sport und Talk im Hangar-7" bei ServusTV und äußerte sich zu den ersten beiden Spielen des ÖFB-Teams: "Die Punkte waren aber in Ordnung, aber richtig gescheppert hat es nicht."

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Über den Umbruch im Team sagt er: "Das ist einmal so, dass es einen Generationswechsel gibt. Aber ich brauche nicht nachzuweinen. Es kommen sehr gute junge Spieler nach." Experte Florian Klein trauert ein bisschen den fehlenden Typen im Team nach: "Im Vorbericht jetzt auf die zwei Spiele, normal hat man immer irgendwas gehört von Marco oder von David, sie wurden hergenommen für Interviews. Man hat schon die Tage zuvor irgendwie gemerkt, es ist bald wieder ein Länderspiel und jetzt ist es so ein bisschen gewesen, wer spielt denn überhaupt, wo spielen wir?"

An der Ausbildung der jungen Fußballer übt Krankl Kritik: "Wir züchten viel zu viele Kampfmaschinen. Wir brauchen einfach wieder mehr Fußballer." Die Talententwicklung stehe laut Klein im Mittelpunkt, aber man könne nichts erzwingen: "Einen Lamine Yamal kannst du nicht produzieren. Der entsteht einfach." Dem entgegnet Krankl: "Warum soll Österreich keinen Lamine Yamal herausbringen? Was ist der Unterschied zwischen Österreich und Spanien? Das kann ja nur in der Ausbildung liegen."

Auch über die Personalie David Alaba fand die Rapid-Legende Worte: "Udinese ist nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist ein Serie-A-Klub und ein sehr guter Klub." Alaba müsse laut Krankl auch wieder ein Thema für das Nationalteam werden: "Das können sie sich nicht leisten, wenn ein Alaba in Form ist, dass man ihn nicht nimmt."

Die Sportdirektor-Personalie beim ÖFB wurde ebenfalls besprochen. So sagt Ralph Hasenhüttl: "Ich finde es sehr schwer, einem Ralf Rangnick einen Sportdirektor zur Seite zu stellen. Wer Ralf kennt und weiß, dass er etwas bewegen möchte, der weiß auch: Dann geht er nicht zu jemandem und sagt, dass er dort anrufen soll, sondern greift selbst zum Hörer und macht das." Auch hier hat Hans Krankl wieder eine starke Meinung dazu: "Ralf Rangnick braucht keinen Sportdirektor, weil er alles alleine macht."

red,29.09.2026, 09:16