In Dänemark ist es zu einem massiven Sicherheitsvorfall beim zentralen Personenregister gekommen. Unbekannte Täter haben sich Zugang zu den persönlichen Daten von rund 8,8 Millionen Menschen verschafft. Die zuständige Ministerin Christina Egelund sprach von einem "äußerst schwerwiegenden Vorfall".
Das Pikante: Es handelte sich nicht um einen klassischen Cyberangriff. Stattdessen wurde über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens auf das sogenannte CPR-System zugegriffen. Das genaue Ausmaß des Vorfalls wird derzeit noch ermittelt.
"Gemeinsam mit allen zuständigen Behörden sind wir dabei, das gesamte Ausmaß des Vorfalls zu ermitteln", sagte Egelund, wie es bei heise.de unter Berufung auf dpa heißt.
Die Angreifer hatten Zugriff auf Namen, Adressen und die dänischen CPR-Nummern – vergleichbar mit der österreichischen Sozialversicherungsnummer. Auch weitere persönliche Daten waren zugänglich.
Das dänische Personenregister enthält laut Ministerium insgesamt Daten von rund elf Millionen Personen. Dazu zählen neben aktuell in Dänemark lebenden Menschen auch Verstorbene sowie Personen, die ins Ausland gezogen sind.
Im Register sind besonders sensible Informationen gespeichert: etwa die Zugehörigkeit zur dänischen Volkskirche oder Informationen über eine mögliche Entmündigung und Einschränkungen der rechtlichen Handlungsfähigkeit.