Die Regierung hatte große Versprechen gemacht: Endlich sollten die Spritpreise gedämpft werden. Am Donnerstag schien das auch zu funktionieren – die Preise sanken um rund 10 Cent. Doch die Freude hielt nicht lange.
Schon am Freitag kam die Ernüchterung: Punkt 12 Uhr ging es an Österreichs Tankstellen wieder kräftig nach oben. Besonders Diesel verteuerte sich deutlich – für viele Autofahrer ein schneller Preisschock.
Ein extremes Beispiel liefert Wien: An einer BP-Tankstelle am Schwedenplatz sprang der Dieselpreis innerhalb kürzester Zeit von 2,169 Euro auf satte 2,319 Euro – ein Plus von 15 Cent.
In der "Heute"-Community sorgt das für massive Kritik. Viele Leser sehen sich in ihrer Skepsis bestätigt und machen ihrem Ärger Luft. Für einige war von Anfang an klar, dass die Maßnahme nichts bringen würde und sprechen von "reiner Bürgerverarsche". Andere fragen sich offen, ob überhaupt jemand etwas anderes erwartet habe.
Besonders kritisch wird angemerkt, dass die Preise zwar kurzfristig um einige Cent gesunken seien, am nächsten Tag aber noch stärker gestiegen sind – für manche ein Zeichen, dass die Bevölkerung "für blöd verkauft" werde. Mehrere Stimmen betonen, dass man sich erneut getäuscht fühle und so eine Entwicklung ohnehin absehbar gewesen sei.
Ein Leser versucht die Situation nüchtern zu erklären und weist darauf hin, dass eine "Bremse" nicht mit einer Preisdeckelung gleichzusetzen sei. Preissteigerungen könnten dadurch lediglich verlangsamt, aber nicht verhindert werden. Andere reagieren mit beißendem Sarkasmus und gratulieren der Regierung ironisch zu ihrer Arbeit – so etwas könne man sich "kaum ausdenken".
Die Erwartungshaltung innerhalb der Bevölkerung war hoch – die Enttäuschung ist jetzt umso größer. Für viele Autofahrer bleibt von der Spritpreisbremse vorerst nur eines übrig: Frust.