Aktueller Spritpreisrechner

Rekord wohl geknackt! Diesel so teuer wie noch nie

Angesichts der neuerlichen Eskalation in Nahost sind die Spritpreise explodiert. Bei Diesel geht der ÖAMTC sogar von einem Allzeithoch aus.
Team Wirtschaft
14.09.2026, 21:43
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Die Spritpreise kennen derzeit nur eine Richtung – steil nach oben. Allein Montagmittag gab es in der Spitze ein Plus von bis zu 18 Cent pro Liter an den Zapfsäulen. Traditionell dürfte sich die Lage im Laufe der Stunden allerdings wieder etwas entspannen.

Laut ÖAMTC durchbricht Österreich beim Diesel dennoch gerade eine historische Schallmauer. Offiziell bestätigt wird der Rekordwert zwar erst am heutigen Dienstag durch die gesammelten Daten der E-Control. Für den Experten ist jedoch klar: "Ich erwarte, dass wir entweder heute schon oder in den kommenden Tagen einen neuen Höchstpreis sehen werden", so ÖAMTC-Spritpreisexperte Martin Grasslober im "Heute"-Talk.

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ÖAMTC geht von 2,25 Euro für den Diesel aus

Konkret erwartet Grasslober, dass der Dieselpreis angesichts der jüngsten Teuerungswelle bei rund 2,25 Euro zu liegen kommt. Damit wäre der bisherige Allzeit-Rekord von 2,245 Euro – aufgestellt Ende März 2026 – nun Geschichte.

Etwas anders sieht es laut dem ÖAMTC-Experten (noch) bei Super aus. Bei Benzin werden demnach für 14. September im Mittel um die 1,90 Euro erwartet. Damit liegt man noch gut 20 Cent unter dem absoluten Benzin-Rekordpreis von 2,099 Euro, aufgestellt im Juni 2022.

Nahost-Konflikt treibt Preise in die Höhe

Hintergrund für die Preisexplosion an den Zapfsäulen ist die angespannte geopolitische Lage. Die Konflikte im Nahen Osten machen die Märkte zunehmend nervös und treiben die Ölpreise rasant nach oben. "Preissteigerungen kommen in der Regel relativ flott an", erklärt Grasslober. Sollte sich die Lage im Nahen Osten wieder entspannen, könnte es aber auch schnell wieder nach unten gehen – zumindest weg von diesem extremen Höchstniveau.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

ÖAMTC fordert Abschaffung der CO2-Steuer

Um die heimischen Autofahrer zu entlasten, fordert der ÖAMTC nun rasches politisches Handeln. Die viel diskutierte "Spritpreisbremse" sei bei diesen Rekordpreisen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. "Unsere Forderung wäre, die CO2-Bepreisung jetzt einmal zu reduzieren, wenn nicht sogar abzuschaffen", fordert Grasslober gegenüber "Heute".

Aktuell macht die CO₂-Steuer beim Diesel stolze 16,5 Cent (inklusive Umsatzsteuer) und beim Benzin 15 Cent pro Liter aus. Da bei der Mineralölsteuer aufgrund von EU-Mindestsätzen rechtlich kaum noch Spielraum nach unten besteht, sei die CO₂-Steuer der einzig sinnvolle Hebel, so Grasslober. Finanziert werden könnte dieser Ausfall für den Staat durch die Abschöpfung von Übergewinnen der Mineralölindustrie.

tmw,Akt. 15.09.2026, 10:03, 14.09.2026, 21:43