Seit dem 3. Februar steht Marius Borg Høiby wegen 40 Anklagepunkten, darunter Vergewaltigung und Körperverletzung, vor Gericht. Kurz vor Prozessbeginn wurde der 29-Jährige festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft im Osloer Gefängnis.
Seine Verteidiger hatten am Montag beantragt, ihn aus der U-Haft zu entlassen. Doch das Gericht wies den Antrag nun zurück.
In der Begründung heißt es: "Das Gericht ist der Ansicht, dass weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass Høiby nach seiner Entlassung neue Straftaten begehen wird, die mit einer Höchststrafe von mehr als sechs Monaten Freiheitsstrafe bestraft werden können." Darüber berichtete zuerst der norwegische Sender TV 2 Norway.
Damit ist klar: Høiby bleibt vorerst im Gefängnis. Das Gebäude darf er aktuell nur verlassen, um an den Verhandlungstagen im Gericht zu erscheinen.
Das Gericht verwies in seiner Entscheidung auf die Schwere und den Umfang des Falls sowie auf eine hohe Wiederholungsgefahr. Besonders ins Gewicht fällt auch, dass Høiby kurz vor Beginn des Prozesses erneut festgenommen worden war – weil er gegen ein Kontaktverbot gegenüber seiner Ex-Freundin verstoßen haben soll, die in dem Verfahren zu den mutmaßlichen Opfern zählt.
Es war bereits seine vierte Festnahme seit August 2024.
Der Prozess gegen Høiby soll am 19. März enden. Mit einem schnellen Urteil rechnen Experten allerdings nicht. Wegen der vielen Anklagepunkte könnte es mehrere Wochen dauern, bis das Gericht eine Entscheidung fällt.