Ein Luxusauto mit rumänischem Kennzeichen, zwei Männer und jede Menge Bargeld! Bei einer Kontrolle in Norditalien machten Beamte der Finanzpolizei einen ungewöhnlichen Fund.
In einem Rolls-Royce entdeckten sie Geldbündel im Gesamtwert von 100.000 Euro. Weil die Insassen die vorgeschriebenen Nachweise nicht vorlegen konnten, wurde ein Großteil des Geldes beschlagnahmt.
Der Vorfall ereignete sich vor wenigen Tagen bei Palmanova in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien, unweit der österreichischen Grenze.
Beamte der italienischen Finanzpolizei hatten den Rolls-Royce im Rahmen einer Kontrolle angehalten. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stießen sie auf zahlreiche Geldscheine.
Wie die "Kleine Zeitung" unter Berufung auf die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, handelte es sich um Bündel mit 50- und 100-Euro-Noten. Als die Polizisten das Bargeld zählten, stand die gewaltige Summe fest: 100.000 Euro befanden sich im Fahrzeug.
Die beiden rumänischen Staatsbürger wurden daraufhin zu ihrer Reise und der Herkunft des Geldes befragt. Sie erklärten, dass sie aus Rumänien gekommen seien und mit dem Bargeld Kunstwerke im Auftrag eines Landsmannes kaufen wollten.
Allerdings konnten sie weder die erforderliche Bargeldanmeldung noch entsprechende Unterlagen zu dem geplanten Kunstgeschäft vorweisen. Das hatte für die beiden Männer unmittelbare finanzielle Konsequenzen.
In Italien müssen Bargeldbeträge ab 10.000 Euro bei der Ein- oder Ausreise angemeldet werden. Mitführen darf man auch größere Summen – entscheidend ist, dass die vorgeschriebene Meldung erfolgt.
Weil die beiden Insassen keinen entsprechenden Nachweis vorlegen konnten, griffen die Beamten ein. 63.000 Euro wurden im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens beschlagnahmt. Das Geld bleibt vorerst bei den Behörden.
Dem Fahrer und seinem Begleiter verblieben damit von den ursprünglich 100.000 Euro nur noch 37.000 Euro. Ob das Bargeld tatsächlich für einen Kunstkauf bestimmt war, ist bislang nicht geklärt.