Tierisches EU-Problem?

Nicht nur in Wien! Auch in Rom kollabieren Fiakerpferde

Rom will Pferdekutschen aus dem Stadtbild verbannen. Ein Umstieg auf Taxis wird diskutiert, stößt aber bei Kutschern auf Widerstand.
Heute Tierisch
07.07.2026, 12:23
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein auf einer Straße in Rom zusammengebrochenes Kutschpferd sorgt erneut für Diskussionen über den Einsatz von Pferdekutschen im Tourismus. Mehrere Medien veröffentlichten ein Video, das das Tier offenbar an einem heißen Sommertag völlig erschöpft zeigt. Die Aufnahmen lösten zahlreiche empörte Reaktionen aus. Roms Tierschutzbeauftragte Patrizia Prestipino teilte das Video auf X und erklärte: "Diese Stadt ist für Kutschpferde nicht mehr geeignet."

Seit Jahren fordern Tierschützer und Politiker aus verschiedenen Parteien das endgültige Aus für die sogenannten "botticelle" in Rom. Derzeit gibt es noch 16 Betreiber von Pferdekutschen. Doch aktuell wird darüber diskutiert, die Lizenzen dieser Kutscher in Genehmigungen für Taxis umzuwandeln. Manche der Kutscher wollen davon aber nichts wissen oder zögern einen Umstieg hinaus, um bessere Bedingungen herauszuholen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Glühende Hitze, der aufgeheizte Asphalt und das chaotische Verkehrsaufkommen" ließen diese Tradition eigentlich schon seit Jahren nicht mehr zu, schrieb die Tierschutzbeauftragte weiter. Erst am Wochenende ist Berichten zufolge ein Pferd auf der Brücke Ponte Cavour im historischen Zentrum von Rom zusammengebrochen – bei Temperaturen von über 30 Grad. Im Zentrum herrscht zudem ein ziemliches Verkehrschaos mit Autos, Motorrollern und vielen Fußgängern.

Die Stadt Rom arbeitet schon länger daran, die letzten Pferdekutschen von den Straßen zu bekommen. Es wird überlegt, ob Sponsoren den Kauf von Autos finanzieren könnten, damit die Betreiber einen Ersatz für ihre Kutschen haben. Das Ziel dahinter: Der Umstieg soll attraktiver werden und der traditionelle Kutschbetrieb nach und nach auslaufen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.07.2026, 12:23
Jetzt E-Paper lesen