Kehrt Cristiano Ronaldo schon beim nächsten Länderspiel ins portugiesische Nationalteam zurück? Nach turbulenten Tagen rund um den 41-jährigen Superstar stehen die Zeichen jedenfalls auf Versöhnung.
Portugal-Teamchef Jorge Jesus öffnete Ronaldo nach dem 2:1 gegen Norwegen die Tür für ein Comeback. "Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung - sofern er bei al-Nassr spielt - ein Kandidat für den Kader", erklärte der 72-Jährige.
Und weiter: "Wenn er zurückkehren will, wird er zurückkehren."
Hinter Portugal liegen turbulente Tage. Ronaldo hatte die Nationalmannschaft unter der Woche verlassen. Beim 2:1 im Hinspiel gegen Norwegen war der Rekordtorschütze nicht zum Einsatz gekommen, für das anschließende Duell mit Dänemark war er nicht für die Startelf vorgesehen.
Jesus will aus dem Vorfall aber kein großes Drama machen. Der Trainer, der Ronaldo bereits in der vergangenen Saison bei al-Nassr betreute, bezeichnete die Angelegenheit als Missverständnis.
Die Entscheidung liege nun auch beim Superstar selbst. "Ich weiß nicht, was passieren wird. Cris ist derjenige, der entscheiden wird."
Auch Portugals Verbandspräsident Pedro Proença schaltet sich ein. Nach Abschluss der vier Länderspiele wolle man sich zusammensetzen und das "Missverständnis" aus der Welt schaffen.
Ronaldo ist mit 234 Einsätzen und 146 Treffern sowohl Rekordspieler als auch Rekordtorschütze Portugals.
Sportlich lief es für den Titelverteidiger zuletzt auch ohne seinen Superstar. Portugal gewann alle vier Nations-League-Partien ohne Ronaldo und steht bereits vorzeitig im Viertelfinale.
Besonders brisant: Sein Ersatz im Sturmzentrum lieferte zuverlässig. Goncalo Ramos trifft und trifft, schoss auch beim 2:1 gegen Norwegen das Goldtor.
Innerhalb der Mannschaft gibt es dennoch öffentliche Rückendeckung für Ronaldo. Kapitän Bruno Fernandes bezeichnete ihn als "das größte Symbol unserer Nationalmannschaft, unseres Fußballs und unseres Landes".
Auch Nuno Mendes stellte klar: "Wenn Cris zurückkehrt, empfangen wir ihn mit offenen Armen."