Die Bilanz liest sich auf den ersten Blick durchwachsen: ein Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Trotzdem ist Jürgen Klopp nach seinen ersten vier Nations-League-Partien als deutscher Bundestrainer happy.
Nach dem 0:0 am Sonntagabend in Griechenland schwärmte der 59-Jährige von der Entwicklung seiner Mannschaft. "Ich bin sehr zufrieden, weil ich weiß, wo wir herkommen", erklärte Klopp bei RTL.
Vor allem die erste Hälfte in Thessaloniki hatte es dem Deutschen angetan. "Wenn man mir vor einer Woche gesagt hätte, dass wir so eine erste Halbzeit spielen können, hätte ich das nicht geglaubt, weil ich sowas noch nie gesehen habe. Die Jungs haben ein unglaubliches Spiel gemacht."
Deutschland dominierte Griechenland über weite Strecken, ließ aber im Abschluss die nötige Präzision vermissen. Ein vermeintlicher Treffer von Jonathan Burkardt wurde zudem wegen eines vorangegangenen Handspiels von Tom Bischof aberkannt.
Für Klopp war nach dem Schlusspfiff aber vor allem die Entwicklung seiner Mannschaft entscheidend.
"Was wurde nicht alles über uns Deutsche gesagt? Wie wir kicken, was wir können und was wir nicht können?", holte der frühere Liverpool-Trainer aus.
Dann machte Klopp deutlich, was ihm Hoffnung gibt: "Wir haben ein paar Zeichen gezeigt, dass wir verschiedene Dinge besser können, als man momentan glaubt."
Besonders freute ihn das für seine Spieler. Deutschland wolle etwas verändern und "etwas anschieben". Sonderlob gab es für Florian Wirtz. Klopp bezeichnete die Vorstellung seines Spielmachers als "überragend".
Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt dem DFB-Team allerdings nicht. In den kommenden zwei Wochen will Klopp die vier Nations-League-Spiele mit zwei unterschiedlichen Kadern genau analysieren.
Im November warten dann die entscheidenden Duelle. Am 13. November muss Deutschland in Serbien ran, drei Tage später folgt das Heimspiel gegen die Niederlande.
Deutschland liegt als Dritter in der Gruppe A2 drei Zähler hinter den Niederlanden und Griechenland. Will die Klopp-Elf noch ins Viertelfinale einziehen, sind zwei Siege praktisch Pflicht.