Überraschendes Comeback?

Roter Geheimplan im Poker um die ORF-Spitze enthüllt

Im Rennen um die ORF-Spitze dürfte die Entscheidung bald fallen. Rote Stiftungsräte sollen sich laut Berichten um ein überraschendes Comeback bemühen.
Newsdesk Heute
06.05.2026, 10:50
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Im ORF entscheidet sich in den kommenden zwei Wochen die Zukunft an der Spitze des Hauses. Hinter den Kulissen laufen die Gespräche auf Hochtouren – und ein Name bleibt dabei laut Stiftungsratskreisen der meistgenannte: APA-Chef Clemens Pig. Er gilt weiterhin als Favorit und Wunschkandidat der ÖVP.

Doch nun sorgt ein weiterer prominenter Name für Bewegung im Machtkampf. Wie die "Krone" berichtet, versuchen rote Stiftungsräte derzeit, Ex-ORF-Generalintendant Gerhard Zeiler zu einer Kandidatur zu bewegen. Der frühere Warner-Bros.-Discovery-Manager lehne das aktuell aber noch ab.

Zeiler war bereits ORF-Chef

Zeiler stand bereits von 1994 bis 1998 an der Spitze des ORF. In seine Amtszeit fallen mehrere Reformen sowie die Entwicklung von ORF.at. Schon 2010 wurde über ein Comeback spekuliert, damals soll er wegen parteiinterner Konflikte innerhalb der SPÖ Abstand genommen haben.

Diesmal wäre die Ausgangslage anders: Nach dem Paramount-Warner-Deal soll Zeiler finanziell unabhängig sein. Laut "Krone" würde auch die FPÖ rund um Peter Westenthaler ein Zeiler-Comeback unterstützen. Das könnte jedoch einen geplanten Proporzdeal zwischen ÖVP und SPÖ durcheinanderbringen. Derzeit gilt eine Kandidatur des 70-Jährigen dennoch als eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlicher scheint laut Insidern ein politischer Kompromiss bei den wichtigsten ORF-Posten. Dabei könnte die ÖVP den Generaldirektor stellen, während andere Schlüsselpositionen zwischen den Lagern aufgeteilt werden.

Rochade bei Landesdirektoren

Als Favorit für den Programmbereich gilt Niederösterreichs Landesdirektor Alexander Hofer. Der Posten des Informationschefs könnte an Edgar Weinzettl gehen. Auch Oberösterreichs Landesdirektor Klaus Obereder werden Chancen auf eine Führungsfunktion eingeräumt. ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann soll ebenfalls Teil des Personalpakets sein.

Nach den jüngsten Skandalen und vor der geplanten ORF-Reform im Herbst will der Stiftungsrat offenbar rasch Fakten schaffen. Mehrere Personalentscheidungen sollen noch vor den neuen Regeln getroffen werden. Die Wahl der Landesdirektoren dürfte deshalb vorgezogen werden und bereits am 11. Juli oder 11. August stattfinden. Kritiker sehen darin den Versuch, Wunschkandidaten noch rechtzeitig abzusichern.

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