Lautstarke Telefonate, TikTok-Videos ohne Kopfhörer oder Musikbeschallung für den ganzen Waggon sorgen täglich für genervte Blicke in den Wiener Öffis. Jetzt sagen die Wiener Linien dem Handy-Lärm den Kampf an.
Rund 2,4 Millionen Menschen sind täglich mit U-Bahn, Bim und Bus unterwegs. Damit das Miteinander funktioniert, gibt es klare Regeln in der Hausordnung. Dort heißt es klipp und klar: "Jedes Verhalten, das die ruhige Privatsphäre anderer Menschen nachhaltig stört", ist untersagt.
Das heißt konkret: Laut telefonieren, Musik hören oder Videos schauen ohne Kopfhörer ist nicht gestattet. Kontrolliert wird das zwar schon jetzt – doch bislang gab es keine Strafen. Das könnte sich ändern.
Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) setzt nun gemeinsam mit den Wiener Linien ab März auf eine neue Bewusstseinskampagne. Der Plan: Mit einem Augenzwinkern und ordentlich Wiener Schmäh sollen die Fahrgäste an Rücksicht erinnert werden.
Security-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter werden künftig verstärkt ein Auge auf die Einhaltung der Regeln haben – und bei Bedarf einschreiten. "Wenn Appelle nichts bringen, sind im nächsten Schritt Strafen möglich", heißt es aus dem Büro der Stadträtin gegenüber ORF Wien.