Die beliebte Ferienregion Südtirol verschärft ihre Maßnahmen gegen unerlaubtes Campieren. In der Gemeinde Naturns im Vinschgau wurde eine neue Verordnung beschlossen, die insbesondere Wildcamper ins Visier nimmt. Hintergrund sind zunehmende Probleme durch einzelne Urlauber, die öffentliche Flächen zweckentfremden.
Konkret definiert die Regelung genau, was als verboten gilt: Wer etwa Markisen ausfährt, Campingmöbel aufstellt, Gasflaschen nutzt oder sein Fahrzeug mit Hilfsmitteln stabilisiert, verstößt bereits gegen die Vorschriften. Auch das Nächtigen im Freien auf öffentlichem Grund ist untersagt.
Die Konsequenzen sind deutlich: Bei Verstößen werden Geldbußen zwischen 300 und 1.800 Euro fällig. Zusätzlich müssen Betroffene ihren Standort unverzüglich räumen und sämtliche Ausrüstung entfernen.
Die Gemeinde will damit klare Grenzen setzen – auch, um legale Angebote zu stärken. Naturns verweist darauf, dass es ausreichend offizielle Campingplätze und Stellflächen gibt, die genutzt werden können.
Die lokalen Behörden sprechen von einem wachsenden Problem durch "schwarze Schafe". Diese würden nicht nur gegen Regeln verstoßen, sondern auch hygienische Missstände verursachen. Die neue Verordnung sei daher notwendig gewesen, um die Lebensqualität vor Ort zu sichern und Konflikte zu vermeiden.
Kontrollen sollen insbesondere zu Beginn der Urlaubssaison verstärkt stattfinden. Ziel ist es, die Einhaltung der Regeln konsequent durchzusetzen.