"Sie war scharf aufs Geld"

Salzburgerin für 20 Euro versklavt, in Folie gewickelt

Ein Mann soll am Bahnhof Salzburg einer Frau 5.000 Euro für versprochen, dann aber nur 20 Euro gezahlt haben. Beim Betrugsprozess kam alles ans Licht.
28.04.2026, 05:30
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Wegen seinen unsauberen Geschäftspraktiken musste sich ein voll tätowierter Solaranlagen-Reiniger (35) jetzt am Amtsgericht Laufen (Bayern) verantworten. Der 35-Jährige hatte am 9. März im Bahnhof Salzburg eine Dame angesprochen und ihr für eine Nacht lang Sadomaso-Sklaven-Sex 5.000 Euro angeboten, die 25-jährige Salzburgerin war "offen dafür" und willigte ein, hieß es.

Noch am selben Tag holte der Mann die Frau aus Salzburg ab, fuhr mit ihr in sein Elternhaus bei Freilassing. "Dort ging es gleich in einem für diverse Sklavenspiele eingerichteten ehemaligen Stall ordentlich zur Sache", schilderte ein mit der Causa befasster Beamter im Zeugenstand.

Nicht aber, ohne zuvor einen Vertrag abzuschließen, der eine Laufzeit von 19 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gehabt haben soll. Die Dame bekam im Laufe des Abends Darmeinläufe verpasst, wurde in Frischhaltefolie gewickelt und mit Elektroschocks traktiert. Schließlich habe sie es mit der Angst zu tun bekommen, "aber sie war scharf auf das Geld."

Am nächsten Morgen soll der Mann seine "Sklavin" wieder am Salzburger Hauptbahnhof abgesetzt haben, drückte ihr 20 Euro und eine Flasche Bacardi in die Hand. Die Frau erstattete Betrugsanzeige. Bei der Hausdurchsuchung fand die Polizei den Folterraum, den Sklavenvertrag und 22 Ordner mit weiteren Mädchennamen und eindeutigen Fotos.

Doch weil die Geschädigte zum Prozess nicht kam und der Angeklagte die Aussage verweigerte, machte der Richter kurzen Prozess und stellte das Verfahren gegen 1.000 Euro Geldbuße an den Kinderschutzbund ein. Die Verteidigerin Maria-Theresa Herzog gab sich damit zufrieden. "Wir gehen zwar fest davon aus, dass die Zeugin unwahre Dinge behauptet hat, aber der Mandant möchte das belastende Verfahren abschließen", sagte sie.

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