Samsung bringt zwei neue Tablets nach Österreich. Mit dem Galaxy Tab S12 Ultra und dem Galaxy Tab S12+ will der Konzern vor allem Nutzer ansprechen, die auf einem großen Display arbeiten, kreativ tätig sind oder künstliche Intelligenz im Alltag einsetzen wollen. Das Topmodell fällt dabei vor allem durch seine geringe Bauhöhe auf: Das Galaxy Tab S12 Ultra ist laut Samsung nur 5,1 Millimeter dünn. Beide Modelle setzen auf Dynamic AMOLED 2X. Das Ultra bietet ein 14,6 Zoll großes Display, das Tab S12+ kommt auf 12,6 Zoll. Die Spitzenhelligkeit liegt laut Samsung bei bis zu 1.600 Nits.
Ein überarbeiteter Vision Booster soll die Helligkeit automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpassen. Dazu kommt ein 4-Kanal-Raumklang, der laut Hersteller doppelt so viele Kanäle wie die Vorgängergeneration bietet. Auch bei der Rechenleistung legt Samsung nach. Ein neuer 3-Nanometer-Prozessor soll gegenüber dem Galaxy Tab S11 Ultra bis zu 61 Prozent mehr NPU-Leistung, 19 Prozent mehr CPU-Leistung und 17 Prozent mehr GPU-Leistung bieten. Die NPU ist dabei vor allem für KI-Berechnungen zuständig. Eine neu entwickelte 3D-Dampfkammer soll die Abwärme bei längeren Belastungen besser abführen.
Beim Akku nennt Samsung bis zu 23 Stunden Videowiedergabe für das Galaxy Tab S12 Ultra und bis zu 21 Stunden für das S12+. Die Angaben stammen aus Labortests und beziehen sich auf die Videowiedergabe unter definierten Bedingungen. Mit einem 45-Watt-Adapter soll eine vollständige Ladung von null auf 100 Prozent rund 95 Minuten dauern. Beide Tablets sind nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Auch der mitgelieferte S Pen besitzt diese Schutzklasse. Laut Samsung können die Geräte bis zu 30 Minuten in bis zu 1,5 Meter tiefem Süßwasser überstehen. Für Strand oder Schwimmbad sind sie trotzdem nicht gedacht.
Bei der Software setzt Samsung auf Android 17 und One UI 9. Dazu kommen zahlreiche KI-Funktionen. Der Bildschirm lässt sich in bis zu drei Bereiche aufteilen. So können etwa Samsung Notes, ein Video und ein KI-Assistent gleichzeitig geöffnet sein. Der S Pen kann für handschriftliche Notizen und Markierungen eingesetzt werden. Note Assist kann längere Notizen zusammenfassen, wobei dafür laut Samsung mindestens 200 Zeichen erforderlich sind. Auch Google Gemini ist Teil des Pakets. Samsung legt eine sechsmonatige Testversion von Google AI Pro bei. Damit erhalten Käufer erweiterten Zugriff auf Googles KI-Angebote.
Gemini Notebook kann Notizen, Bilder, Aufnahmen und Dateien in einem gemeinsamen Arbeitsbereich zusammenführen und daraus etwa Zusammenfassungen oder Quizze erstellen. Samsung baut zudem das Software-Angebot für kreative Nutzer aus. Besonders auffällig ist Photoshop: Adobe Photoshop soll erstmals auf einem Android-Tablet vorinstalliert sein. Die Tablet-Version wird ab 7. Oktober 2026 zunächst mindestens sechs Monate exklusiv im Galaxy Store angeboten. Käufer eines Galaxy Tab S12 erhalten zudem vier Monate kostenlosen Zugang zum Photoshop-Premium-Mobilabo inklusive 100 generativer Credits pro Monat.
Daneben sind unter anderem Notability, Goodnotes, LumaFusion, Notion und Clip Studio Paint Teil des Angebots. Je nach App gibt es unterschiedliche kostenlose Testzeiträume oder Vergünstigungen. Einige Programme müssen allerdings erst aus dem Galaxy Store geladen werden oder verlängern sich nach dem Testzeitraum kostenpflichtig. Für das Tablet bietet Samsung außerdem ein Pro Keyboard und das Book Cover Keyboard Slim an. Das Pro Keyboard besitzt eine eigene Galaxy-AI-Taste, über die sich unter anderem Bixby, Gemini oder Perplexity aufrufen lassen. Beide Tastaturen sind separat erhältlich.
In Österreich ist die Galaxy Tab S12 Serie laut Samsung ab 30. September 2026 erhältlich. Das Galaxy Tab S12 Ultra startet bei 1.539 Euro, das Galaxy Tab S12+ bei 1.299 Euro. Angeboten werden die Tablets in Grau und Silber. Beim gemeinsamen Kauf eines Tablets mit einem passenden Keyboard gibt es bis 4. November bis zu 30 Prozent Rabatt auf das Keyboard Book Cover. Samsung verspricht für beide Modelle außerdem bis zu sieben Betriebssystem-Upgrades und Sicherheitsupdates.
Außerdem kommt ein neuer Tracker. Samsung will die Suche nach Schlüssel, Gepäck oder Fahrrad mit dem neuen Galaxy SmartTag3 einfacher machen. Der Tracker ist kleiner und leichter als sein Vorgänger, bietet eine größere Reichweite und kann künftig auch mit iPhones genutzt werden. Der Galaxy SmartTag3 ist laut Samsung rund 35 Prozent kleiner und 33 Prozent leichter als die Vorgängergeneration. Durch die kompaktere Bauweise soll er sich leichter an Schlüsselbunden, Taschen, Gepäck oder einem Haustierhalsband befestigen lassen. Angeboten werden außerdem passende Silikon- und Loop-Hüllen.
Bei der Reichweite legt Samsung ebenfalls nach. Der SmartTag3 unterstützt Bluetooth 6.0 Channel Sounding. Damit kann die Compass-View-Funktion laut Hersteller unter optimalen Bedingungen Entfernungs- und Richtungsangaben bis zu 60 Meter liefern. Das ist laut Samsung etwa dreimal so weit wie bei der Vorgängergeneration. Unterstützt das verwendete Smartphone Ultrabreitband, soll der Tracker bei der Suche aus kurzer Entfernung noch genauer arbeiten. Damit kann die Suche zunächst aus größerer Distanz eingegrenzt und anschließend immer präziser fortgesetzt werden.
Ist der SmartTag3 außerhalb der direkten Bluetooth-Reichweite, kommt das Galaxy Find Network ins Spiel. Laut Samsung können weltweit mehr als 900 Millionen teilnehmende Galaxy-Geräte als Ortungsknoten dienen. Befindet sich ein solcher Nutzer in der Nähe eines verlorenen SmartTags, kann dessen Standort an das Netzwerk übermittelt werden. Neu ist auch eine Funktion für automatische Standortbenachrichtigungen. Nutzer können einen Bereich festlegen und sich informieren lassen, wenn sich ein getaggter Gegenstand hinein- oder herausbewegt. Das kann beispielsweise bei einem Haustier oder einem Fahrrad interessant sein.
Daneben gibt es einen Standortverlauf bis zu sieben Tage. Eine Bewegungserkennungsfunktion kann melden, wenn der Tag bewegt wurde. Bei der Akkulaufzeit verspricht Samsung bis zu 550 Tage bei normaler Nutzung und bis zu 790 Euro im Energiesparmodus. Der Tracker ist nach IP67 geschützt. Auch Sicherheitsfunktionen sind an Bord. Im NFC-Verlustmodus können hinterlegte Kontaktdaten oder eine Nachricht angezeigt werden. In Österreich kommt der neue Tracker nicht sofort auf den Markt. Samsung will den Galaxy SmartTag3 ab 7. Oktober 2026 in Südkorea anbieten, anschließend in den USA. Weitere Märkte sollen 2027 folgen.