Scheib hatte beim Riesentorlauf in Tschechien bereits den ersten Matchball im Kampf um die kleine Riesentorlauf-Kristallkugel, doch den ließ die Steirerin liegen. Scheib schied in der Entscheidung aus, rutschte weg. Zuvor war die beste ÖSV-Läuferin und vierfache Riesentorlauf-Saisonsiegerin bloß auf dem dritten Zwischenrang gelegen. Trotzdem behält Scheib das Trikot der Führenden in der Disziplinenwertung, 89 Punkte vor Camille Rast.
"Ich war nicht sauber am Ski, dann ist mir das Skiende weggegangen. Das war genau in der Einfahrt vom Steilhang. Da war es dann aus", analysierte die so nüchterne Steirerin. "Ich hätte gerne ein gutes Ergebnis mitgenommen, aber das ist part of the game", so die ÖSV-Läuferin.
Der Sieg ging derweil an die Schwedin Sara Hector, die bereits zur Halbzeit in Führung gelegen war, 18 Hundertstel Vorsprung ins Ziel brachte. Die Schwedin setzte sich vor US-Läuferin Paula Moltzan und Ski-Star Mikaela Shiffrin durch (+0,23), die erstmals seit zwei Jahren wieder einen Stockerlplatz im Riesentorlauf einfuhr. Scheibs Kristall-Rivalin Rast aus der Schweiz (+0,33) blieb der vierte Rang, sie machte damit 40 Punkte gut.
"Ich habe Paulas Lauf gesehen, habe gemerkt, dass es im Steilhang nicht gelaufen ist und habe mir nur gedacht: Jetzt Vollgas. Es hat gereicht, deshalb bin ich superhappy", strahlte die Siegerin.
Ohne Zugpferd Scheib war Nina Astner als Zwölfte die beste ÖSV-Läuferin, hatte mit 3,88 Sekunden bereits großen Rückstand. Punkte gab es noch für Stephanie Brunner als 15. (+4,07) und Ricarda Haaser auf Rang 18 (+4,41).
Am Sonntag steht noch ein Slalom in Spindleruv Mlyn auf dem Programm.