Notrufmitschnitte enthüllt

Schock-Details zu Fail-Hinrichtung von Christa Pike

Nach der gescheiterten Hinrichtung von Christa Pike (50) in den USA kam es zu einer Notruf-Panne. Rettungskräfte mussten über 30 Minuten warten.
13.10.2026, 07:52
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Mehr als eine halbe Stunde verging, bis Rettungskräfte nach der gescheiterten Hinrichtung von Christa Pike (50) in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee ins Gefängnis durften. Dabei kämpfte die zum Tode verurteilte Frau bereits mit den Folgen einer doppelten Giftdosis.

Neue Details zeigen nun, warum sich die medizinische Hilfe so lange verzögerte. Ausgewertete Notrufmitschnitte, welche die Nachrichtenagentur AP ausgewertet hat, dokumentieren eine Reihe von Missverständnissen zwischen den Einsatzkräften und dem Gefängnis.

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Notruf nicht ernst genommen

Am 30. September sollte Christa Pike durch eine Giftspritze hingerichtet werden. Doch die Hinrichtung verlief nicht wie vorgesehen. Trotz der verabreichten Substanzen schlug ihr Herz weiter. Um 20.40 Uhr Ortszeit ging der erste Notruf ein. Eine Frau meldete, dass die Hinrichtung gescheitert sei und medizinische Hilfe benötigt werde.

Doch statt sofort Rettungskräfte ins Gefängnis zu schicken, wurde die Anruferin nach einem Sicherheitscode gefragt. Damit sollte überprüft werden, ob es sich um einen echten Notfall handelte.

Die Frau konnte den geforderten Code nicht nennen. Daraufhin wurde ihr Anruf als Fehlalarm eingestuft.

Rettungskräfte vor Gefängnistor

Nur vier Minuten später kam es zum nächsten Zwischenfall. Eine weitere Einsatzkraft meldete, dass jemand vor dem Gefängniseingang auf die Einfahrt von Rettungsfahrzeugen dränge.

"Jemand steht draußen am Gefängnistor und fordert uns auf reinzufahren. Die Person behauptet, eine Art Staatsbeamter zu sein. Ich brauche jemanden, der zum Tor kommt und mit diesen Leuten spricht", zitiert die BILD den Notruf.

Die Einsatzkräfte versuchten daraufhin, die Situation zu klären, und kontaktierten die Leitstelle der Haftanstalt. Doch dort erklärte man, dass vom Gefängnis kein Notruf abgesetzt worden sei.

Erst nach 31 Minuten kommt die Bestätigung

Die Unklarheiten hielten weiter an. Erst um 21.11 Uhr bestätigte die Gefängnisleitung, dass tatsächlich ein medizinischer Notfall vorlag.

Damit vergingen 31 Minuten zwischen dem ersten Hilferuf und der Bestätigung, dass die Rettungskräfte ins Gefängnis durften.

Die Verzögerung geht aus Notrufaufzeichnungen hervor, die von der Nachrichtenagentur AP ausgewertet wurden. Währenddessen litt Pike weiterhin unter den Folgen der verabreichten Giftstoffe.

Christa Pike musste beatmet werden

Nach der gescheiterten Hinrichtung wurde die 50-Jährige schließlich in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste sie künstlich beatmet werden. Später erlangte sie wieder das Bewusstsein.

Inzwischen konnte Pike die Klinik verlassen. Sie befindet sich wieder im Gefängnis, wo sie weiterhin medizinisch betreut wird.

Anwälte berichten von schweren Folgen

Überstanden hat die 50-Jährige den Vorfall nach Angaben ihrer Rechtsvertreter allerdings nicht ohne gesundheitliche Folgen. Wie CBS News berichtet, soll Pike weiterhin unter erheblichen Einschränkungen leiden.

Demnach sei sie verwirrt und habe Schwierigkeiten, sich zu orientieren und zu konzentrieren. Pike war 1995 zum Tode verurteilt worden. Der Fall der als Satanistin bezeichneten Frau sorgt nun auch wegen der Probleme bei der Notfallversorgung für Aufsehen.

Nicht nur die Hinrichtung selbst verlief anders als geplant. Auch die anschließende Rettung scheiterte zunächst an einem fehlenden Sicherheitscode und widersprüchlichen Auskünften aus dem Gefängnis.

wil, 13.10.2026, 07:52
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