Mörderin überlebt Giftspritzen

Christa Pike hatte nach Fail-Hinrichtung zwei Fragen

Sechs Tage nach ihrer gescheiterten Hinrichtung kann Christa Pike wieder sprechen. Ihr Anwalt berichtet nun, was die 50-Jährige zuerst sagte.
André Wilding
08.10.2026, 06:30
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Nach ihrer missglückten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee gibt es neue Informationen über den Gesundheitszustand von Christa Pike. Die 50-Jährige hat sechs Tage nach dem Versuch, sie mit Giftspritzen hinzurichten, erstmals wieder gesprochen.

Ihr Anwalt Randy Spivey schilderte nach einem Gerichtstermin in Nashville die dramatischen Entwicklungen. Die verurteilte Mörderin soll nach dem Aufwachen zunächst völlig orientierungslos gewesen sein.

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Das waren ihre ersten Worte

"Wo bin ich?" und "Wer sind Sie?" soll Pike als Erstes gefragt haben. Ihr Anwalt beschrieb sie außerdem als "wütend und verwirrt". Dass die 50-Jährige überhaupt wieder zu Bewusstsein kommen würde, hatten ihre Anwälte zunächst nicht erwartet.

"Am Montagabend gingen wir davon aus, dass Christa hirntot ist und die lebenserhaltenden Maßnahmen am nächsten Tag eingestellt werden", erklärte Spivey.

Doch dann kam die überraschende Wendung: "Doch am Dienstag wachte Christa auf und begann zu sprechen."

Schwere Verletzungen nach Giftspritzen

Pike sollte am 30. September durch zwei tödliche Giftspritzen hingerichtet werden. Die Hinrichtung scheiterte jedoch. Die 50-Jährige atmete weiter und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Später wurde bekannt, dass es offenbar Schwierigkeiten beim Venenzugang gegeben hatte. Demnach soll ein Teil der Substanz in den Arm statt direkt in die Vene gelangt sein.

Die Folgen sind weiterhin schwerwiegend. Laut ihren Anwälten kann Pike ihre Arme noch immer nicht bewegen. Auch Schlucken ist ihr derzeit nicht möglich.

Zudem soll sie weiterhin an ihr Krankenhausbett gekettet sein. Wie sich ihr Gesundheitszustand entwickeln wird, ist unklar.

Richterin ordnet Sicherung von Beweisen an

Am Mittwoch beschäftigte sich auch ein Gericht mit der gescheiterten Hinrichtung. Pikes Anwälte verlangten, dass sämtliche Beweismittel aus der Hinrichtungskammer erhalten bleiben.

Eine Richterin ordnete daraufhin an, alle Gegenstände aus dem Raum aufzubewahren. Die Generalstaatsanwaltschaft von Tennessee teilte mit, dass entsprechende Beweismittel bereits gesichert und dokumentiert worden seien.

Mord liegt drei Jahrzehnte zurück

Christa Pike wurde vor rund 30 Jahren wegen des Mordes an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer verurteilt. Pike war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt.

Das Opfer wurde gefoltert und getötet. Unter anderem wurde der jungen Frau ein Pentagramm, ein satanistisches Symbol, in die Haut geritzt.

Laut dem Death Penalty Information Center ist Pike der erste bekannte Mensch, der eine Hinrichtung durch eine tödliche Injektion überlebt hat.

wil,08.10.2026, 06:30