Wer heuer Geschenke unter den Christbaum legt, muss dafür zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen. Typische Weihnachtsgeschenke kosten im Schnitt bis zu 12,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie eine aktuelle Auswertung des gewerkschaftsnahen Momentum Instituts auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Viele beliebte Präsente verteuerten sich damit erheblich stärker als die allgemeine Inflation.
Für die Analyse wurden die gängigsten Geschenkideen aus der Deloitte Christmas Survey 2025 herangezogen. Demnach liegen Gutscheine (30 Prozent) und Bargeld (27 Prozent) heuer erneut an der Spitze der beliebtesten Präsente, gefolgt von gemeinsamer Zeit wie Museumsbesuchen (26 Prozent), Spielzeug (25 Prozent), Kosmetik & Parfum (18 Prozent) sowie Eventtickets, Bücher und Kulinarik (je 17 Prozent).
Besonders stark gestiegen sind die Preise für Schokolade, die heuer 12,8 Prozent mehr kostet als 2024 – also fast das Dreifache der Inflationsrate. Auch Schmuck (11,1 %), Schals und Hauben (8,6 %), Bücher (7,9 %) und Wellness-Gutscheine (5,1 %) wurden deutlich teurer. Etwas Entlastung gibt es hingegen bei Technik: Computer und Tablets sind um 3,7 Prozent günstiger zu haben, Smartphones um 2,8 Prozent.
Während die Inflation vor einem Jahr noch bei 1,8 Prozent lag, ist sie aktuell mehr als doppelt so hoch. Ökonom Leonard Jüngling vom Momentum Institut warnt: "Die Teuerungsrate liegt weiterhin klar über dem 2-Prozent-Ziel der EZB. Schon das Keksebacken wurde wegen hoher Lebensmittelpreise teurer – jetzt trifft die massive Teuerung auch das Weihnachtsfest."