Blutige Spuren

Schon 17 Tote! Bären-Angriffe in Russland eskalieren

In Russland häufen sich tödliche Bärenangriffe. In Krasnojarsk zählen Ermittler sechs Tote – und prüfen nun Fahrlässigkeit.
Newsdesk Heute
24.09.2026, 13:43
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Nach einer Serie tödlicher Bärenangriffe in Sibirien greifen nun Ermittler ein. Im russischen Gebiet Krasnojarsk wurde ein Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit eingeleitet. Allein im September zählt die zuständige Behörde dort sechs Tote im Zusammenhang mit Angriffen von Bären.

Der Vorwurf wiegt schwer: Trotz zahlreicher Warnungen sollen Verantwortliche im regionalen Umweltministerium und an anderen Stellen keine ausreichenden Maßnahmen gesetzt haben.

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Nach Angaben des Ermittlungskomitees ist der Braunbärenbestand in der Region auf mehr als 26.000 Tiere angewachsen. Gleichzeitig gingen mehr als 120 Meldungen von Einwohnern ein, wonach Braunbären in Ortschaften aufgetaucht seien.

In Russland kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Menschen und Bären. Seit Wochen werden aus verschiedenen Regionen des Landes Angriffe gemeldet. Mitte August wurde etwa eine 29-jährige Camperin von einem Bären aus ihrem Zelt gerissen und getötet. Im Gebiet Krasnojarsk starben bei einem Angriff zudem zwei Pilzsammlerinnen.

"Vollständiger Ausfall von Futter"

Die staatliche Nachrichtenagentur TASS zählt inzwischen 17 tödliche Begegnungen dieser Art. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos, die Bären in bewohnten Gebieten zeigen – auf Straßen, in Gärten und sogar in Gebäuden.

Als mögliche Ursache nennen Behörden unter anderem Futtermangel. Tatjana Aramilewa, die beim Umweltministerium für Bestandsregulierung zuständig ist, sprach gegenüber TASS von einem "vollständigen Ausfall von Futter" in Sibirien.

Demnach habe es kaum Zedernnüsse, Haselnüsse, Beeren und Pilze gegeben – Nahrung, die Bären normalerweise vor der Winterruhe brauchen.

Gerade im Spätsommer und Herbst ist das problematisch. Bären müssen dann Fettreserven für die Winterruhe aufbauen. Fehlt die Nahrung in der Natur, können sie näher an Dörfer und Städte kommen.

Auch illegale Mülldeponien und Versuche, Wildtiere anzufüttern, könnten die Tiere in bewohnte Gebiete locken. Zugleich beklagen Jäger strenge Vorschriften für die Jagd auf Bären.

red,24.09.2026, 13:43
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