Schul-Abmeldungen explodieren – Strenge Regeln geplant

Ab gewissen 7-Tage-Inzidenzen gilt in Schulen eine aAskenpflicht.
Ab gewissen 7-Tage-Inzidenzen gilt in Schulen eine aAskenpflicht.Uli Deck / dpa / picturedesk.com
In manchen Bundesländern gibt es fünf Mal so viele Abmeldungen vom Schulunterricht wie sonst. Doch viele Eltern übernehmen sich.

Normalerweise gibt es pro Jahr 2.000 Abmeldungen vom Schulunterricht, heuer sind es alleine in Niederösterreich 1.400. Auch in Oberösterreich und der Steiermark gibt es über 1.000, insgesamt sind es 5.600 Abmeldungen. Eltern unterrichten ihre Kinder oftmals wegen der Test- bzw. einer befürchteten Impf-Pflicht lieber zu Hause, nur am Ende des Jahres muss eine Prüfung über den Jahresstoff abgelegt werden. Begründungspflicht gibt es derzeit keine.

Die Gesetzesgrundlage ist schon hunderte Jahre alt und gibt keinerlei Anforderungen an den Unterricht oder den Unterrichtenden. Eltern müssen etwa nichtmal selbst einen Schulabschluss haben. Experten fordern deswegen häufigere Prüfungen sowie eine Involvierung der Kinder- und Jugendhilfe.

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Eine dieser Experten ist Doris Wagner, Sektionschefin im Unterrichtsministerium. Die endgültigen Zahlen hat das Ministerium noch nicht, erklärt sie im Ö1-Morgenjournal, sie könnten also noch weiter steigen. Ein Grund ist zu einem wesentlichen Teil Corona. "Wir überlegen derzeit wirklich ein Maßnahmenpaket", auch eine Gesetzesänderung ist langfristig in Überlegung. Vor sogenannten Lerngruppen gewarnt: Sie fallen ins Privatschulgesetz, die allermeisten sind also illegal und begehen regelmäßig Verwaltungsübertretungen.

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Zahlen werden steigen

Viele Eltern erwarten, dass die Kinder nach wie vor alle Schulmaterialen bekommen, doch in der Realität sind Eltern für alles selbst verantwortlich: Vom Lehrplan bis zu den Mitarbeitsblättern. Ab nächstem Jahr ist ein Aufklärungsgespräch bei Abmeldungen im Rahmen des Maßnahmenpakets vorgesehen. Die Konsequenzen der Maßnahmen sollen verdeutlicht werden.

Denn: "Der häusliche Unterricht kann die Schule überhaupt nicht ersetzen." Künftig soll auch bereits nach einem Semester der Lernstand abgefragt werden.

In Deutschland, wo der Schulstart mancherorts schon war, hat man gesehen, dass die Zahlen nach oben schnellen. Zwei Prozent aller Schüler sind im Bundesland Nordrhein-Westfalen aktuell in Quarantäne. Auch in Österreich werden die Zahlen ziemlich sicher steigen. Zum Teil wird das aber auch auf die vielen Tests in der Sicherheitsphase und Reisen unmittelbar zuvor zurückgeführt werden können.

Für die Kindergärten gibt es hingegen noch immer kein flächendeckendes Sicherheitssystem.

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