Anzügliche Nachrichten

Schulassistentin jahrelang belästigt – sie verlor Job

Nächtliche Anrufe, anzügliche Chats, Demütigungen im Unterricht: Eine Schulassistentin in der Steiermark verlor nach ihrer Beschwerde ihren Job.
Österreich Heute
28.05.2026, 10:47
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Ein brisanter Fall aus der Südsteiermark sorgt für Aufsehen: Über Jahre soll eine Lehrkraft einer Schulassistentin immer wieder Nachrichten mit sexuellen Anspielungen geschickt haben. Als die Frau den Mann zurückwies, sei die Stimmung laut "Kleine Zeitung" gekippt – am Ende musste nicht der Lehrer gehen, sondern die Assistentin.

Immer anzüglichere Nachrichten

Die Steirerin betreute ab Herbst 2023 ein Kind an einer Mittelschule. Kurz darauf begann die Lehrkraft laut der Betroffenen auch privat Kontakt aufzunehmen. Anfangs habe sie die Nachrichten noch harmlos gefunden. Doch aus Angeboten für Nachhilfe oder Hilfe beim Möbelaufbau wurden immer persönlichere Nachrichten.

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"Ich bewundere deine Figur total", "Ich bin ein Mann. Du hast einen total hübschen Po." oder Fragen über Küsse und Gefühle – solche Nachrichten liegen laut der Betroffenen vor. Sie habe kein Interesse gehabt, sich aber wegen der Hierarchie an der Schule nicht getraut, deutlich Grenzen zu setzen.

Unwahre Gerüchte verbreitet

Nach einem Schulausflug eskalierte die Situation. Die Schulassistentin erzählt, dass sich die Lehrkraft plötzlich komplett verändert habe. Er habe sie ignoriert, vor anderen bloßgestellt und sogar aus dem Unterricht geschickt. Besonders bitter: Auch das betreute Kind habe darunter gelitten.

Zusätzlich soll der Lehrer im Kollegium Gerüchte verbreitet haben. Unter anderem habe er behauptet, die Assistentin würde ihrem Betreuungskind bei Tests helfen und ihm Lösungen einflüstern. "Das würde ich niemals tun, ich nehme meinen Beruf sehr ernst", sagt die Steirerin.

Keine Konsequenzen seitens der Schulleitung

Im Sommer 2025 wandte sie sich schließlich an die Schulleitung. Eine Lösung sei angekündigt worden, passiert sei laut der Frau aber nichts. Stattdessen habe die Lehrkraft erzählt, sie würde ihm sexuelle Belästigung vorwerfen.

Erst später sei ihr bewusst geworden, dass die vielen Nachrichten selbst bereits problematisch gewesen seien.

Kündigung traf das Opfer

Als die Situation immer schlimmer wurde, meldete sich die Frau bei ihrem Dienstgeber. Kurz darauf kam der Schock: Sie wurde mit sofortiger Wirkung von der Schule abgezogen. Die Lehrkraft blieb.

Die Bildungsdirektion bestätigte laut der "Kleinen Zeitung" eine interne Prüfung. Dienstrechtliche Konsequenzen habe es jedoch nicht gegeben. Das vorhandene Material reiche laut Behörde dafür nicht aus.

Heute arbeitet die Schulassistentin an einer anderen Schule. Dass der Lehrer weiterhin ohne Folgen an der Schule tätig ist, beschäftigt sie aber bis heute: "Wer weiß, wie viele Menschen so etwas auch erleben müssen und mussten."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 29.05.2026, 09:21, 28.05.2026, 10:47
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