Drei Siege, vier zweite Plätze, sieben dritte Ränge, Gewinn der kleinen Kristallkugel 2020/21, WM-Bronze in Aare 2019 – Marco Schwarz zählte im Slalom lange zur Weltspitze. Nnun zieht der Kärntner einen Schlussstrich.
Am Dienstag verkündete der 31-Jährige bei einem Medientermin seines Sponsors Uniqa in Wien, dass er sich von seiner einstigen Lieblingsdisziplin verabschiedet. "Ich bin froh, dass es jetzt raus ist. Es war eine der härtesten Entscheidungen meiner Karriere. Es war zwar im Sommer schon irgendwie klar, aber es laut auszusprechen, war trotzdem nicht leicht", verriet Schwarz.
Der Grund liegt auf der Hand. Die Zeit der Allrounder ist im Ski-Weltcup vorbei. "Vier Disziplinen lassen sich mit der Planung und dem Drumherum nicht vereinbaren."
Der ÖSV-Star geht ins Detail. "Vor allem rund um Weihnachten und Neujahr – mit Gröden, dann Alta Badia, Madonna kurz vor Weihnachten, am 25. sollte ich schon wieder beim Abfahrtstraining in Bormio sein. Irgendwann muss ich regenerieren, ich bin über 30, habe eine Verletzungshistorie hinter mir, ich muss vernünftig sein. Ich habe gespürt, dass es mehr Sinn macht, sich auf gewisse Dinge zu fokussieren, als in vier Disziplinen Mittelmaß zu sein. Ich will meine Kräfte so bündeln, dass ich Rennen gewinnen kann."
In der Vorsaison schrieb Schwarz erstmals im Super-G an. Heuer will das Ski-Ass auch in der Abfahrt mitmischen. "Ich werde aber nur ausgewählte bestreiten. Ob mein Plan funktioniert, dafür habe ich natürlich keine Garantie."
Körperlich ist "Blacky" jedenfalls bestens vorbereitet. "Ich habe rund vier Kilo Muskelmasse zugelegt, bringe jetzt 91 Kilo auf die Waage."
Sein erstes Rennen bestreitet Schwarz am 25. Oktober – beim traditionellen Auftakt-Riesentorlauf in Sölden.
Übrigens: So ganz will sich der ÖSV-Star dann doch nicht vom Slalom trennen. "Vielleicht geht sich nach der WM ja der eine oder andere aus, wenn ich niemandem einen Platz wegnehme."