Der Weltverband FIS will künftig in jedem Jahr ohne Olympische Winterspiele eine alpine Ski-WM austragen. Während sich Swiss-Ski zumindest gesprächsbereit zeigt, lehnt der ÖSV die Pläne klar ab. Auch bei den Schweizer Ski-Stars hält sich die Begeisterung in Grenzen.
Marco Odermatt fürchtet vor allem um den Stellenwert der WM-Medaillen. Bei Sportarten wie Radsport oder Eishockey zeige sich aus seiner Sicht, dass eine jährlich ausgetragene Weltmeisterschaft an Bedeutung verlieren könne. Stattdessen würde der Schweizer lieber ein neues Format ausprobieren.
Als Vorbild nennt Odermatt die Ultimate Championships der Leichtathletik mit einem kompakten Format und hohem Preisgeld. Ein solcher Ski-Bewerb könnte bewusst neue Märkte erschließen. "Man könnte an einen neuen Ort gehen, zum Beispiel China, Japan oder sonst irgendwo in Asien", erklärt der Gesamtweltcupsieger.
Dabei bringt Odermatt sogar eine ungewöhnliche Variante ins Spiel: "Vielleicht gibt es plötzlich einen Slalom in Dubai, wenn das die Sponsoren oder Leute sehen wollen." Ein offizielles Weltcup-Rennen in einer Skihalle fordert er damit allerdings nicht konkret. Vielmehr gehe es ihm darum, neue Konzepte auszuprobieren, statt zusätzliche Weltmeisterschaften in klassischen Ski-Nationen wie Österreich oder der Schweiz auszutragen.
Mit seiner Skepsis ist Odermatt im Schweizer Team nicht alleine. Loic Meillard und Corinne Suter befürchten ebenfalls einen Bedeutungsverlust der WM, Franjo von Allmen wird noch deutlicher: "Ich persönlich finde das einen Scheiss, ehrlich gesagt." Er würde am bisherigen Zwei-Jahres-Rhythmus festhalten.