Sechs Niederlagen in neun Bundesliga-Spielen, nur sieben Punkte und der drohende Absturz ans Tabellenende – bei der Wiener Austria wird die Lage immer brenzliger. Nach der 2:3-Pleite gegen Ried wurde Trainer Stephan Helm im Sky-Interview auf seine Zukunft angesprochen. Die Frage passte dem 42-Jährigen überhaupt nicht. Er unterbrach den Moderator und teilte verbal aus.
Sky-Moderator Michael Ganhör wollte wissen, wie Helm mit möglichen Gesprächen über seine Zukunft umgehen würde. Doch noch bevor er seine Frage beenden konnte, fiel ihm der Austria-Coach ins Wort.
"In die Richtung, in die du das Gespräch lenken willst, ist für mich sehr billig", konterte Helm sichtlich verärgert. Der Trainer warf ihm anschließend vor, die angespannte Situation bei den Veilchen zusätzlich aufzubauschen. "Ich weiß, dass man das von außen noch größer machen möchte, als es eigentlich ist", erklärte der Burgenländer.
Dabei steht die Austria nach dem nächsten Rückschlag gehörig unter Druck. Die Veilchen halten nach neun Runden bei lediglich sieben Punkten. Sollten Altach und der WAC am Sonntag gewinnen, würde die Austria sogar auf den letzten Tabellenplatz abrutschen.
Dass die sportliche Situation alles andere als zufriedenstellend ist, bestreitet der Austria-Trainer nicht. Einen Rücktritt oder eine mögliche Ablöse wollte er allerdings nicht zum Thema machen.
"Es ist so, dass wir immer in Kommunikation sind. Ich möchte die Situation so schnell wie möglich verbessern. Es braucht keiner glauben, dass ich in Depressionen verfalle. Im Sport gibt es diese Phasen. Mein Fokus liegt auf den Dingen die ich beeinflussen kann. Ich kann garantieren, dass ich mich nie Kritik nicht stelle. Die Kritik ist berechtigt", stellte Helm klar.
Auch in der schwierigen Phase wolle er an seinem Kurs festhalten: "Wer mich kennt, weiß dass ich ein Mensch bin, der in solchen Phasen klar und konsequent bleibt. In solchen Phasen ist wichtig, dass man mit der Mannschaft investiert. Die Aspekte die positiv sind muss man trotzdem im Fokus behalten."