Starke Online-Konkurrenz

Shops am Samstag bis 20 Uhr offen – Streit um Vorschlag

Die ÖVP will Geschäften auch am Samstag längere Öffnungszeiten erlauben, der Vorschlag polarisiert. Die SPÖ ist strikt dagegen.
Niklas Burger
08.10.2026, 09:02
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Weniger Vorschriften und mehr Freiheit für die Konsumenten in Wien verlangt die Wiener ÖVP. "Unsere Einkaufsgewohnheiten haben sich verändert, aber die Regeln sind stehen geblieben", meint VP-Abgeordnete Kasia Greco.

Flankiert wird der Vorstoß von der langjährigen Kernforderung nach einer behutsamen Sonntagsöffnung in klar definierten Tourismuszonen. Schon seit mehreren Jahren pocht die ÖVP darauf, hier internationale Standards zu übernehmen. Auch aus anderen politischen Lagern gab es in letzter Zeit Signale für Reformen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mehr Flexibilität

Im Gegensatz zum Onlinehandel, wo man rund um die Uhr Einkäufe tätigen kann, ist in Wien am Sonntag geschlossen und am Samstag gehen bereits um 18 Uhr die Rollläden herunter, argumentiert die ÖVP. Um mit der Konkurrenz aus dem Internet mithalten zu können, fordert die Volkspartei eine Lockerung der Wiener Öffnungszeitenverordnung.

Streit um Lockerung

Das wird schwierig, denn Bürgermeister Michael Ludwig (SP) sprach sich vor Kurzem gegen eine Änderung der Ladenöffnungszeiten in Wien aus. Die Bezirks-SPÖ in der Inneren Stadt hatte den freien Sonntag erst vor Kurzem zu einem Thema in der Bezirksvertretungssitzung gemacht, pocht auf das freie Wochenende.

"Errungenschaft der Gesellschaft"

"Der freie Sonntag ist eine wichtige Errungenschaft unserer Gesellschaft", so Vize-Bezirksvorsteherin Lucia Grabetz (SP). "Er schafft Raum für Familie, Kultur, Religion, Ehrenamt und gesellschaftliches Miteinander und darf nicht leichtfertig aufgeweicht werden. Bei jeder Änderung der Öffnungszeiten müssen die Auswirkungen auf die Beschäftigten und auch auf die Kleinunternehmen im Mittelpunkt stehen. Für uns ist klar: Solche Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg getroffen werden, sondern müssen gemeinsam und in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern erfolgen."

nibu,08.10.2026, 09:02
Weitere Storys