Am Mittwoch kam es gegen 17.30 Uhr in der Billrothstraße in Wien-Döbling bei einem Wasserstoff-Bus der Linie 39A zu einem Kleinbrand am Wagendach. Dabei wurde ein Ventilator beschädigt, die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen – "Heute" berichtete.
Der Bezirksparteiobmann der FPÖ-Döbling Klemens Resch holt in einem Statement aus, er sieht "ideologisch motivierte Experimente" und ein "Sicherheitsrisiko für Öffi-Kunden".
Nach dem Brand am Mittwoch zogen die Wiener Linien die Reißleine und alle zehn Busse aus dem Verkehr – sie werden nun einer genauen Kontrolle unterzogen. Dadurch entstehen für Fahrgäste der Linie 39A zwar in Zukunft keinerlei Einschränkungen, nichtsdestotrotz nehmen die Wiener Linien den Hersteller der Wasserstoff-Busse Caetano in die Verantwortung.
Wegen Mängel habe es bereits Strafzahlungen gegeben, die Firma "ist in der Verantwortung, die Defekte bei den Klimaanlagen der Busse so schnell wie möglich zu beheben." FPÖ-Döbling-Chef Klemens Resch sieht aber auch die Stadtpolitik in der Verantwortung.
Bereits im Jänner hatte der FP-Bezirksboss den sofortigen Stopp des Wasserstoffbus-Betriebs auf der Linie 39A gefordert, im Mai warnte Resch erneut vor dem "absehbaren Scheitern des Projekts". Warnungen wurden laut Resch von Stadträtin Ulli Sima und den Wiener Linien schlichtweg ignoriert:
„Das fortgesetzte Ignorieren berechtigter Warnungen sowie die ideologisch motivierten Experimente von Stadträtin Sima entwickeln sich immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko.“Klemens ReschBezirksparteiobmann der FPÖ in Wien-Döbling
Als kostspieliges Beispiel nennt Resch unter anderem den Ausbau der U-Bahn-Linien: "Während das U2/U5-Projekt zum Milliarden-Fiasko geworden ist, die Öffi-Intervalle immer länger werden und ganz Wien im Baustellen-Chaos versinkt, werden Millionenbeträge in Prestigeprojekte investiert, die laufend für negative Schlagzeilen sorgen."
Gleichzeitig würden Fahrgäste mit immer höheren Ticketpreisen zur Kasse gebeten werden – "für eine Leistung, die immer schlechter wird". Sima habe "ihr Ressort in ein wahres Brennpunkt-Ressort verwandelt".
"Das Ausmaß ihres politischen Scheiterns ist mittlerweile beispiellos", sagt Resch. Nach den technischen Gebrechen sei eine lückenlose Aufklärung unumgänglich. "Die Wiener haben Anspruch auf eine verlässliche, sichere und funktionierende Verkehrspolitik – und nicht auf immer neue ideologische Prestigeprojekte, mit denen Stadträtin Sima offenbar vor allem ihr eigenes Ego bedienen will", so Resch abschließend.