Opfer nicht vernehmungsfähig

"Sie ist erst zwölf" – Übergriff in Wiener Parkgarage

Brisanter Prozess in Wien: Ein Mann (32) soll einer Minderjährigen Kokain für Sex angeboten haben. Der mehrfach vorbestrafte Dealer bestreitet alles.
Newsdesk Heute
24.03.2026, 21:42
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Tatort Gumpendorf Straße: Im Herbst 2025 sollen zwei Mädchen dort nach Drogen gefragt haben. Dabei seien sie an einen 32-jährigen Wiener geraten, der sich nun am Wiener Landl verantworten muss.

Laut der Anklage soll der Mann den Teenagern in einer Parkgarage Kokain angeboten haben. Als Gegenleistung soll er Sex von einer der Minderjährigen verlangt haben. Die damals Zwölfjährige soll dieser Forderung nachgekommen sein.

Opfer nicht vernehmungsfähig

Das mutmaßliche Opfer sei aktuell nicht vernehmungsfähig. Sie befinde sich in einer Klinik und konnte daher nicht am Prozess teilnehmen. Ihre damalige Begleiterin sagte allerdings in der Verhandlung aus und belastete den Beschuldigten.

Sie habe die damals Zwölfjährige in der Kinderpsychiatrie am Rosenhügel kennengelernt. Laut ihrer Mutter sei die 14-Jährige dort aber nicht aufgrund von Drogen gewesen. Damit habe sie erst später angefangen.

Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, wollte das Mädchen an jenem Tag zuerst selbst mit dem Angeklagten für Koks schlafen. Sie habe es dann aber mit der "Angst" zu tun bekommen, also willigte die Zwölfjährige ein.

Zeugin hatte Panik

Der Zeugin zufolge sei das Mädchen dann mit dem 32-Jährigen hinter einem der Autos verschwunden. Sie selbst habe daraufhin laut geschrien. "Was machst du da, sie ist erst zwölf", soll das Mädchen laut der "Krone" dem Mann in Panik zugerufen haben. Sie könne nicht sagen, ob er sie gehört habe. Im Anschluss sei der Wiener dann "einfach weggelaufen".

Auch der Angeklagte kam in dem Prozess zu Wort. Laut dem Bericht zeigte kein Verständnis für die Anschuldigungen der Mädchen, die er als "Gschrappen" bezeichnete. Er habe ihnen weder Koks angeboten, noch mit einer von ihnen geschlafen.

Verhandlung vertagt

Der Beschuldigte betonte, dass es sich laut den Jugendlichen um 10 Gramm der Drogen gehandelt haben soll. Die hätte er auch für 1.000 Euro verkaufen können, um ein halbes Gramm Koks hätte sich der 32-Jährige auch eine Prostituierte kaufen können. Für ihn ergeben die Anschuldigungen daher keinen Sinn.

Der Wiener, der bereits wegen eines anderen Verbrechens im Gefängnis sitzt, sprach von einer Frechheit. Abschließend forderte er, wieder in seiner Zelle gebracht zu werden. Da die damals Zwölfjährige nicht aussagen konnte, wurde die Verhandlung vertagt. Der nächste Prozesstermin ist für Mai angesetzt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.03.2026, 21:58, 24.03.2026, 21:42
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