Aktion scharf auf steirischen Straßen: Am Mittwoch kontrollierten Polizei, Finanzpolizei und Amtstierärzte vor allem Tiertransporte. Es hagelten 15 Anzeigen nach dem Tiertransportgesetz. Von 4 bis 16 Uhr wurde auf dem höherrangigen Straßennetz in der gesamten Steiermark kontrolliert.
"Die regelmäßigen Kontrollen auf dem höherrangigen Straßennetz leisten einen entscheidenden Beitrag zum Tierschutz und werden durch diese Schwerpunktaktionen gezielt unterstützt. Ein gleichbleibend hoher Kontrolldruck wird auch in Zukunft gewährleistet.", so der stellvertretende Leiter der Landesverkehrsabteilung, Oberst Klaus Rexeis.
Er macht deutlich, warum die Kontrollen aus seiner Sicht notwendig sind: "Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen. Der Umgang mit ihnen erfordert fundierte Kenntnisse der Transport- und Beladungsvorschriften, um das Tierwohl jederzeit sicherzustellen."
Neben den Tiertransporten wurde bei der Aktion auch der übrige Schwerverkehr kontrolliert. Dabei kamen weitere 75 Anzeigen zusammen. 30 davon betrafen Sozialvorschriften, bei 18 Kontrollen wurden technische Mängel festgestellt.
Dazu kamen 16 Fälle von Überladung sowie vier Verstöße gegen die Ladungssicherung. Zweimal untersagten die Beamten die Weiterfahrt, einmal wurde ein Kennzeichen abgenommen.
Fünf Sicherheitsleistungen in einer Gesamthöhe von rund 16.000 Euro wurden eingehoben. Außerdem gab es vier Anzeigen wegen Fälschung von Beweismitteln beziehungsweise Datenfälschung.
Für Aufsehen sorgte während der Aktion auch ein 36-jähriger polnischer Lkw-Lenker. Er war auf der Südautobahn (A2) im Bereich Gössendorf mit einer sehr unsicheren Fahrweise unterwegs.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Der Mann hatte mehr als drei Promille Alkohol im Blut. Sein Führerschein wurde ihm abgenommen, zudem wird er bei der Behörde angezeigt. Ein Ersatzfahrer übernahm den Lkw und setzte die Fahrt fort.