Kaputte Pfandautomaten, riesige Schlangen in den Supermärkten – viele Österreicher sind wegen des Dosenpfands nach wie vor frustriert. Noch immer werden 20 Prozent aller Flaschen in den Müll geworfen. Genau deswegen entwickelte (35) seine App "Findflasche" – so will er dem Pfand-Ärger entgegenwirken.
"Die Idee kam mir nach einer Party bei mir zu Hause", erinnert sich der gebürtige Iraner. Zig klebrige leere Pfandflaschen waren in der Wohnung verteilt. "Ich hatte einfach keine Lust, die ganzen dreckigen Flaschen zurückzubringen", erzählt er. Da kam ihm die Idee für seine App.
Kurz darauf erzählte ihm eine Freundin, dass sie während ihrer Wanderungen immer Flaschen aufhebt. "Sie schützt so die Umwelt und verdient sich beim Zurückbringen etwas dazu."
Schnell wurde also von Mehrdad und seiner Frau die Idee für "Findflasche" geboren. Wer keine Lust auf das mühsame Schleppen hat, gibt in der App einfach die Menge seines Leerguts ein. Man kann dieses dann entweder komplett verschenken oder beispielsweise für 50 Prozent des Pfandwerts anbieten.
Jemand aus der Umgebung sieht das Angebot auf einer Karte (ähnlich wie bei Google Maps) per Pop-up-Benachrichtigung, kommt zu einem vereinbarten Ort und übergibt das Geld. Rund vier Monate tüftelte das Ehepaar an der App herum – als gelernte Softwareentwickler und mithilfe von künstlicher Intelligenz war die Arbeit schnell erledigt.
Neben Österreich kann man das Gratisprojekt nun auch in anderen Ländern wie Deutschland oder Irland downloaden – es gibt bereits rund 600 Nutzerinnen und Nutzer. "Es ist eine win-win-win Situation", so Peykari. Umwelt, Sammler und Verkäufer würden profitieren – "So will ich gegen den Pfand-Ärger kämpfen", so der stolze Gründer